Liveticker Ukraine-Krieg: Streit zwischen Selenskij und Klitschko wegen Stromausfällen in Kiew

7.11.2026 08:35 Uhr
08:35 Uhr
RT DE-Exklusiv: Kampf gegen Drohnen und Artillerie – Soldaten erzählen von der Front

Russische Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad und Uragan gehören zu den schlagkräftigen Artilleriesystemen im Ukraine-Krieg. Mit ihrer enormen Feuerkraft sollen sie gegnerische Stellungen und Flächenziele bekämpfen.
Unser Militärkorrespondent Iwan Poljanskij war direkt an der Front und sprach mit den Besatzungen über ihre Einsätze, gefährliche Drohnenangriffe und die Herausforderungen des Kriegsalltags.
Seine Reportage gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
08:01 Uhr
Russische Drohnen greifen mehrere Ziele in Kiew an
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Angriffe auf Ziele in der Ukraine, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte benutzt werden sollen. Wie die Militärbehörde in Moskau auf Telegram schreibt, seien bei den Attacken in der zurückliegenden Nacht Langstreckendrohnen sowie bodengestützte Hochpräzisionswaffen eingesetzt worden. Infolge der Angriffe seien Rüstungswerke, Energieobjekte und Verkehrseinrichtungen in Kiew und in der Umgebung der ukrainischen Hauptstadt getroffen worden.
Unter den getroffenen militärisch relevanten Objekten nennt das Ministerium die Nordbrücke, über die der Gegner Waffen transportiere, eine Produktionsstätte für Flamingo-Marschflugkörper, ein Wärmekraftwerk, ein Umspannwerk, eine Munitionsfabrik und ein weiteres Umspannwerk im Gebiet Schitomir. Außerdem sei südöstlich von Odessa ein Frachtschiff getroffen worden, das mit Militärgütern und Gütern mit doppeltem Verwendungszweck an Bord in die ukrainische Hafenstadt unterwegs gewesen sei. Weitere Details gibt die russische Militärbehörde nicht bekannt.
Kurz zuvor hat Wladimir Selenskij seine Landsleute vor russischen Angriffen auf Energieanlagen und weitere Infrastruktureinrichtungen in seinem Land gewarnt. Die ukrainische Armee bereite sich auf die Angriffe vor, sagte der Politiker weiter. Die Lage sei für das Militär jedoch nicht einfach. Der Präsident forderte erneut Abfangraketen für das Patriot-System zur Luftabwehr.
Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko bestätigt inzwischen, dass infolge der massiven nächtlichen Attacke auf die Stadt die Nordbrücke getroffen worden sei. Die Lage bei der Strom-, Wärme- und Wasserversorgung bezeichnet der Politiker als äußerst kompliziert.
07:37 Uhr
DVR meldet 13 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 13 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 13 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 6. November bis 0 Uhr am 7. November (Ortszeit) kamen zwei Zivilisten ums Leben. Durch den Beschuss wurden zehn Wohnhäuser, zwei zivile Infrastrukturobjekte, Kommunalfahrzeuge, ein Bus und ein Auto beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden in Donezk 57 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden zwei Zivilisten getötet und weitere 15, darunter ein neun Jahre altes Kind, verletzt. Zu Schaden kamen 39 Wohnhäuser, 22 zivile Infrastrukturobjekte, ein Oberleitungsbus sowie mehrere Lkw und Autos.
07:04 Uhr
Wieder Streit zwischen Selenskij und Klitschko wegen Stromausfällen in Kiew

SymbolbildRobson90 / Legion-media.ru Als Folge von Angriffen aus Russland wird die ukrainische Hauptstadt Kiew immer wieder mit Stromausfällen konfrontiert. Wladimir Selenskij hat Bürgermeister Vitali Klitschko erneut dafür kritisiert. In den sozialen Medien schrieb der Politiker:
"Das sind die Folgen nicht umgesetzter Beschlüsse auf städtischer Ebene zur Vorbereitung auf die Heizperiode sowie auf diese russische Operation gegen die ukrainische Energiewirtschaft."
Die Situation sei in der Dreimillionenstadt daher besonders schwer, so Selenskij. Die Herausforderungen seien sehr ernst, da Einwohner und Unternehmen unter langen Abschaltungen von Strom und Wasser litten. Die Regierung ergreife zusätzliche Maßnahmen, um den Betroffenen zu helfen. Mit Deutschland und Spanien gebe es zudem neue Vereinbarungen.
"Ich habe dazu mit den Staats- und Regierungschefs und Unternehmen während meiner Besuche gesprochen."
Es gehe um die Lieferung von Generatoren, Kabeln und anderer Ausrüstung. Probleme gebe es aber auch in den Großstädten Dnjepropetrowsk, Charkow, Odessa und deren Umland sowie in den Regionen Schitomir, Sumy, Tscherkassy, Poltawa und Winniza, erklärte Selenskij.
6.11.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:51 Uhr
Moskau zeigt Mi-28NM-Hubschrauber im Einsatz (Video)
Bei einem Kampfeinsatz im Operationsgebiet des russischen Truppenverbands West griff der Hubschrauber vom Typ Mi-28NM gegnerische Stellungen mit der strahlgetriebenen Dan-T-Drohne an. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilt entsprechende Aufnahmen auf Telegram.
20:35 Uhr
Selenskij droht mit weiteren Angriffen auf russische Ölraffinerien
Bei einem Treffen mit Militärs erklärte Wladimir Selenskij, dass "die Operation gegen die russischen Erdölraffinerien weitergeht". Hierbei sprach Selenskij von einer Reaktion auf Angriffe auf ukrainische Energieanlagen. Darüber berichtet die Online-Zeitung Strana auf ihrem Telegram-Kanal.
"Wir haben unsere nächsten Gegenmaßnahmen festgelegt", teilte der Politiker nach einem Bericht der Militärs mit.
20:19 Uhr
Putin bestätigt den Termin für trilaterale Gespräche in Abu Dhabi
"In der kommenden Woche, am Dienstag, sollen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) Dreiergespräche zur Ukraine-Thematik beginnen", bekräftigt Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Sicherheitstreffen in Moskau am Freitag.
Zuvor gab der Kremlsprecher Dmitri Peskow bekannt, bei den Verhandlungen zwischen Russland, den USA und der Ukraine am 10. November in Abu Dhabi würden die Sicherheitsgarantien für die Konfliktparteien erörtert. Die Einzelheiten würden hinter verschlossenen Türen diskutiert, betonte Peskow.
19:54 Uhr
Kiewer Kräfte greifen erneut zivile Fahrzeuge im Gebiet Saporoschje an
Bei einem ukrainischen Angriff auf ein ziviles Fahrzeug im Gemeindebezirk Kamenka-Dneprowskaja hat ein Einwohner Verletzungen erlitten. Dies teilen lokale Behörden mit. Der Betroffene sei in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er medizinisch versorgt werde.
Die ukrainischen Streitkräfte würden ihre Angriffe auf zivile Einrichtungen und die Zivilbevölkerung des Gemeindebezirks unbeirrt fortsetzen, heißt es in der Mitteilung weiter. In den vergangenen Tagen seien infolge der Drohnenattacken vier Fahrzeuge, ein landwirtschaftlicher Betrieb sowie Wohngebäude beschädigt worden.
Die Einwohner werden gebeten, äußerste Vorsicht walten zu lassen und sich bei Gefahr unverzüglich in einen Schutzraum zu begeben.
19:29 Uhr
Polens Außenminister fordert Waffenruhe vor Ukraine-Gesprächen
Der polnische Außenminister Radosław Sikorski erklärte, dass vor Beginn der Friedensgespräche zunächst ein Waffenstillstand herrschen müsse. Der Ukraine dürfe keine Lösung des Konflikts aufgezwungen werden, sagte Sikorski vor Journalisten. Es sei wichtig, die richtige Reihenfolge einzuhalten.
Und weiter:
"Zuerst eine Waffenruhe, dann Gespräche über einen dauerhaften Frieden und erst danach mögliche Diskussionen darüber, wie die europäische Sicherheitsarchitektur wiederhergestellt werden kann – und vielleicht auch darüber, wie Rüstungskontrollen wieder eingeführt werden können."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

