EU prüft Pause beim russischen Ölpreisdeckel wegen Iran-Krieg

Die EU erwägt laut "Bloomberg" einen Stopp des russischen Ölpreisdeckels wegen des Iran-Kriegs. Der Mechanismus passt die Obergrenze bisher automatisch an Marktpreise an. Nun wird diskutiert, diese Regel auszusetzen oder einzufrieren, um auf steigende Ölpreise zu reagieren.

Die Europäische Union prüft laut einem Bericht von Bloomberg vom Sonntag ein vorübergehendes Einfrieren ihrer Preisobergrenze für russisches Öl, während sich der Konflikt zwischen den USA unter Präsident Trump und Iran in den vierten Monat zieht.

Die EU hatte im vergangenen Jahr einen dynamischen Mechanismus eingeführt, der die Preisobergrenze alle sechs Monate automatisch auf 15 Prozent unter dem Durchschnittspreis für russisches Urals-Öl anpasst. Der aktuelle Schwellenwert liegt bei 44,10 US-Dollar pro Barrel und soll laut dem Bericht unter Berufung auf informierte Kreise nächste Woche überprüft werden.

Die Preisobergrenze verbietet europäischen Unternehmen, Dienstleistungen wie Versicherung oder Transport für Öl bereitzustellen, das über diesem Niveau verkauft wird.

Ein Einfrieren würde den aktuellen Wert "stabil halten". Diskutiert werden zudem Alternativen wie eine Aussetzung der automatischen Anpassungen bis zum Jahresende aufgrund der außergewöhnlichen Lage im Nahen Osten.

Die EU will neue Maßnahmen Anfang Juni finalisieren und formell vorlegen. Vertreter der Mitgliedstaaten wurden laut Bericht bereits vergangene Woche über die Pläne informiert.

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