Bundeswehr-Lastwagen angezündet: Mutmaßliches Bekennerschreiben aufgetaucht

Nach dem Brand dreier Bundeswehr-Lkw in Barleben (Sachsen-Anhalt) beansprucht eine mutmaßlich linksextremistische Gruppe die Tat für sich. Ein anonymes Schreiben stellt den Angriff als Abrüstungsaktion dar. Die Echtheit ist bislang nicht öffentlich bestätigt.

Nach dem Brand dreier Bundeswehr-Lastwagen in Barleben bei Magdeburg gibt es Hinweise auf einen möglichen linksextremistischen Hintergrund. Wie der MDR berichtet, beansprucht eine Gruppe namens "Rote Arbeiter:innen Aktionsgruppe Ulrike Meinhof" die Tat für sich. Die Echtheit der anonymen Erklärung ist bislang nicht öffentlich bestätigt.

Das Schreiben wurde demnach bereits am 1. Oktober auf Indymedia veröffentlicht. Laut der Ostdeutschen Allgemeinen behaupten die Verfasser, die Fahrzeuge angezündet zu haben. Sie beziehen sich auf Schulstreiks gegen die Wehrpflicht, erklären den Angriff zu einer Abrüstungsaktion und schließen mit der Parole "Krieg dem Krieg!". Namensgeberin Ulrike Meinhof gehörte zu den Gründungsmitgliedern der RAF.

Die Lastwagen brannten in der Nacht zum 24. September 2026 auf einem MAN‑Werkstattgelände. Verletzt wurde niemand. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung. An den Untersuchungen sind nach Medienberichten der Staatsschutz des Landeskriminalamts und Feldjäger der Bundeswehr beteiligt.

Bereits 2025 gab es ähnliche Brände an mehreren Orten: Im März wurden in Berlin-Spandau sieben Bundeswehrfahrzeuge angezündet – laut dem damaligen Bekennerschreiben auf dem Parkplatz einer MAN‑Werkstatt. Im Juni desselben Jahres wurden in Erfurt sechs Bundeswehr-Lkw auf einem MAN-Betriebsgelände in Brand gesetzt. Ebenfalls im Juni 2025 brannten in Soltau sechs Bundeswehr-Lkw auf einem Werkstattgelände. Ein Zusammenhang zwischen den Fällen ist bislang nicht bestätigt.

Auf Indymedia erscheinen seit Jahren anonyme Bekennerschreiben nach mutmaßlich linksextremistisch motivierten Angriffen. Ein MDR-Hintergrundbericht beschreibt die Plattform als Netzwerk zum Informationsaustausch innerhalb der linken Szene. Die gesonderte Plattform "linksunten.indymedia" wurde 2017 vereinsrechtlich verboten.

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