Ebola-Verdachtsfall in Israel

Auch Israel hat mittlerweile einen Krankheitsfall mit Verdacht auf Infektion mit dem hämorrhagischen Fieber. Labortests laufen. Bis Entwarnung gegeben werden kann, befindet sich der Patient in Isolation.

Wie das israelische Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte, gibt es einen Ebola-Verdachtsfall. Es handele sich um einen Mann, der kürzlich aus der Demokratischen Republik Kongo zurückgekehrt sei. Im Kongo grassiert derzeit die Bundibugyo-Variante der oftmals tödlich ausgehenden viralen Erkrankung. Gegen Bundibugyo gibt es noch keine Impfung oder spezifische Medikamente.

Bei dem Patienten bestehe der Verdacht, dass er sich in dem afrikanischen Land mit Ebola infiziert habe, informierte das Ministerium die Öffentlichkeit. Eine Infektion sei jedoch noch nicht bestätigt, man führe entsprechende Untersuchungen durch.

Wie israelische Medien berichten, haben die Gesundheitsbehörden des Landes erklärt, beim Rambam Medical Center in der Mittelmeerstadt Haifa, in das der Patient verlegt worden sei, handle es sich um ein für die Behandlung von Ebola ausgewiesenes Krankenhaus.

Endgültige Testergebnisse würden erst nach 48 Stunden, also am Montag, vorliegen, die vorläufigen Ergebnisse binnen 24 Stunden. Man sei dabei, die Kontaktpersonen des Mannes zu ermitteln. Da seit der Rückkehr des Erkrankten aus dem Kongo etwa drei Tage verstrichen sind, könnte er mit mehreren Menschen in Kontakt gekommen sein.

Die Symptome des Patienten, der sich mittlerweile in Isolation befindet, sind allerdings wenig spezifisch. Der Mann leide unter Fieber und Kopfschmerzen. Das israelische Gesundheitsministerium erklärte, dass die Behandlung in Isolation gemäß der professionellen Protokolle und den getroffenen Vorsorgemaßnahmen für solche Fälle erfolge.

Das Ministerium appellierte an die israelische Bevölkerung, unnötige Reisen in Ebola-Gebiete zu vermeiden. Wer aus dem Kongo oder Uganda zurückkehre und innerhalb von 21 Tagen Fieber oder ungewöhnliche Symptome entwickele, solle sich zuhause selbst isolieren, keinen Kontakt mit anderen Menschen pflegen und die Gesundheitsbehörden informieren.

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