René Benko als Filmfigur: Die Geschichte hinter dem Signa-Kollaps

Vom Immobilienkönig zum Milliardenpleitier: Der Film "Benko – Size Does Matter" zeichnet den Aufstieg und Absturz des Signa-Gründers nach. Die Hauptrolle spielt Thomas Stipsits. Heino Ferch übernimmt eine ungewöhnliche Rolle und verkörpert René Benkos innere Stimme.

René Benko schaffte es vom Tiroler Immobilienunternehmer zum Milliardär. Sein Signa-Imperium umfasste Kaufhäuser, Luxusimmobilien und Beteiligungen an einigen der bekanntesten Unternehmen Europas. Dann zerbrach das Milliardenreich. Aus dem gefeierten Unternehmer wurde eine der zentralen Figuren des österreichischen Wirtschaftsskandals. Nun kommt seine Geschichte auf die Leinwand.

Der Spielfilm "Benko – Size Does Matter" lief in der ARD und im ORF. Er erzählt den Aufstieg und den spektakulären Absturz des Signa-Gründers, der mit seinen Immobiliengeschäften und seinem weit verzweigten Firmenimperium die Wirtschafts- und Handelswelt geprägt hatte.

Die Hauptrolle spielt Thomas Stipsits. Heino Ferch übernimmt eine ungewöhnliche Rolle und verkörpert Benkos innere Stimme, die ihn antreibt, verführt und mit seinen Entscheidungen konfrontiert. Harald Schrott und Renate Regel spielen zwei Journalisten, die den Aufstieg des Signa-Gründers rekonstruieren. Lisa Wagner ist als Staatsanwältin zu sehen.

Der Film beginnt mit dem Bild eines Unternehmers, der immer höher hinauswill. Benko verstand es, Investoren für seine Projekte zu gewinnen, Kontakte zu Politik und Wirtschaft aufzubauen und aus Immobiliengeschäften ein weit verzweigtes Firmenimperium zu formen. Zu seinem Reich gehörten unter anderem die deutsche Warenhausgruppe Galeria Karstadt Kaufhof und das österreichische Kaufhausunternehmen Kika/Leiner.

Doch das Geschäftsmodell geriet ins Wanken. Steigende Zinsen, sinkende Immobilienbewertungen und eine komplizierte Finanzierungskonstruktion brachten Signa in Schwierigkeiten. Im November 2023 meldete die Signa Holding Insolvenz an. Es folgten weitere Insolvenzen innerhalb der Unternehmensgruppe. Milliardenforderungen stehen seither im Raum.

Raymond Ley führte Regie, das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Hannah Ley. Die Produktion verbindet Spielszenen mit journalistischen Recherchen und Ermittlungen. Es handelt sich ausdrücklich um einen Spielfilm, nicht um eine Dokumentation. Einzelne Szenen und Figuren sind dramaturgisch gestaltet.

Der ORF erreichte mit der Ausstrahlung am Montag durchschnittlich 539.000 Zuschauer. In der Spitze schalteten 578.000 Menschen ein. Der Marktanteil bei den 12- bis 49-Jährigen lag bei 21 Prozent.

Nach der Ausstrahlung in Deutschland und Österreich zeigte auch das Schweizer Fernsehen SRF den Film am Dienstagabend auf SRF zwei. Der Milliardenuntergang des René Benko ist damit zum Stoff für das öffentlich-rechtliche Fernsehen im gesamten deutschsprachigen Raum geworden.

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