
Huthi greifen Saudi-Arabien an: Trump gab Bin Salman Rückendeckung für riskante Angriffe auf Jemen

US-Präsident Donald Trump gab nach AXIOS-Informationen am Montag dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman (MBS) seine Unterstützung für eine äußerst ungewöhnliche militärische Aktion gegen die von Iran unterstützten Huthi im Jemen. Der saudische Angriff auf den Flughafen von Sanaa am Montag sowie die anschließenden Vergeltungsangriffe der Huthi mit Raketen waren die schwerste grenzüberschreitende Eskalation seit 2022. Sie könnten das Ende einer vier Jahre andauernden inoffiziellen Waffenruhe zwischen den Konfliktparteien bedeuten.
The Houthis say Saudi airstrikes hit the runways of Sana'a International Airport in Yemen.
— Bracha (@brachahalperin) July 13, 2026
The internationally recognized government of Yemen says the strikes were intended to prevent an Iranian plane from landing.
Iran's Fars News Agency says the Iranian plane landed in… pic.twitter.com/ZzwAMry9HV
WATCH: Close-up footage shows Saudi airstrikes hitting Sanaa Airport as an Iranian Mahan Air flight carrying a Houthi delegation was prevented from landing and diverted to Hodeidah, where it landed safely. pic.twitter.com/ctZ1Uq3yUT
— Clash Report (@clashreport) July 13, 2026
Ein erneuter militärischer Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi könnte die Spannungen in der Region verschärfen und den Konflikt zwischen den USA und Iran ausweiten.
Die Tatsache, dass MBS Trump im Voraus informiert und um dessen Unterstützung gebeten hat, zeigt, dass die Saudis offenbar einen größeren Konflikt mit den Huthi befürchten, bei dem sie die militärische und diplomatische Unterstützung der USA benötigen könnten.
Am Donnerstag traf der saudische Botschafter in Washington mit Außenminister Marco Rubio zusammen. Einen Tag später sprach Rubio mit dem saudischen Außenminister Prinz Faisal bin Farhan.

Kurz darauf, am Freitag, telefonierte US-Präsident Trump laut einem US-Beamten mit dem saudischen Kronprinzen. MBS bat Trump um Unterstützung für eine militärische Aktion gegen die Huthi und erhielt diese, so der Beamte.
Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi begann vor zehn Tagen, als ein Flugzeug der iranischen Fluggesellschaft Mahan Air in der von den Huthi kontrollierten Stadt Sanaa landete. Es nahm eine Delegation von Anführern der Gruppe an Bord, die zur Beerdigung des ehemaligen iranischen Obersten Führers Ali Chamenei reisten. Es handelte sich um ein seltenes Ereignis: Flüge aus Iran nach Sanaa hatten seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr stattgefunden. Saudi-Arabien hatte diese Flüge blockiert, da es befürchtete, sie könnten dazu genutzt werden, Waffen oder iranische Militärberater zu den Huthi zu bringen.
Mahan Air ist die Fluggesellschaft der IRGC (Revolutionsgarde). Sie wurde von der US-Regierung mit Sanktionen belegt.
Am Montag, als das iranische Flugzeug mit der Huthi-Delegation aus Iran zurückkehrte, bombardierte das saudische Militär den Flughafen von Sanaa. Das Flugzeug musste ausweichen und in Al-Hudaida an der Küste des Roten Meeres landen. Der US-Beamte behauptete, das Flugzeug habe Waffen, Teile für Raketen sowie Militärexperten für die Huthi transportiert.
Infolge der Attacke feuerten die Huthi ballistische Raketen und Drohnen auf den Flughafen Abha im Südwesten Saudi-Arabiens ab. Außerdem warnten sie Fluggesellschaften davor, den saudischen Luftraum zu nutzen, solange die Blockade des Flughafens von Sanaa nicht aufgehoben sei. Die Huthi haben mittlerweile damit gedroht, saudische Flughäfen anzugreifen, sollte sich ein solcher Vorfall wiederholen.
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