Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Drei weitere Ortschaften befreit

1.10.2026 16:42 Uhr
16:42 Uhr
Stromausfälle in Ukraine nach russischen Angriffen
In mehreren ukrainischen Gebieten haben russische Angriffe Stromausfälle verursacht. Wie der Netzbetreiber Ukrenergo mitteilt, seien die Gebiete Charkow, Tschernigow, Sumy, Rowno und Kirowograd betroffen. Das Unternehmen fordert die Menschen auf, "energieintensive Nutzung" auf die Tagesstunden zu verlegen. Wo die Sicherheitslage es zulasse, seien bereits Notfallreparaturen und Wiederherstellungsarbeiten im Gange.
Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko hat seinerseits Berichte bestätigt, wonach russische Drohnen eine Brücke über den Fluss Dnjepr in der ukrainischen Hauptstadt getroffen haben sollen. Der Verkehr sei eingestellt worden, so Klitschko. Die Brücke verbindet den westlichen und östlichen Teil der Metropole im Süden und wird sowohl von Autos als auch von Zügen der Kiewer U-Bahn befahren.
16:14 Uhr
TASS: Ukraine verlegt kolumbianische Söldner nach Orechow
Das ukrainische Militärkommando versucht, die Breschen in der Verteidigung der Stadt Orechow im Gebiet Saporoschje durch Söldner aus Kolumbien zu schließen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf eine russische militärische Quelle. Der Gesprächspartner der Agentur erklärt:
"Nach Angaben unserer Agenten findet sich auf Stellungen bei Orechow oft die Kombination: ein Kolumbianer und ein Ukrainer. Das ist eine erzwungene Maßnahme. Wegen des Personalmangels sollen damit die Breschen an der Frontlinie gestopft werden."
Die Quelle fügte hinzu, dass ausländische Söldner dadurch am Frontabschnitt Orechow höhere Verluste erleiden, und berichtete weiter:
"Ebenso wurden dort Gruppen aus Deutschland und Großbritannien beobachtet. Ende Juli wurde gerade bei Orechow eine solche Gruppe von Ausländern aufgerieben."
15:39 Uhr
Russland stellt Metro-Geschäft unter staatliche Verwaltung

Russland hat das dortige Geschäft des deutschen Handelskonzerns Metro unter die vorübergehende Verwaltung der russischen Managementgesellschaft UK Torg RUS gestellt. Die Metro AG erklärte, weiterhin rechtliche Eigentümerin zu sein, während der Geschäftsbetrieb sowie bestehende Verpflichtungen gegenüber Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern fortgeführt werden sollen.
Deutsche Politiker kritisierten die Maßnahme scharf und warnten vor weiteren Risiken für deutsche Unternehmen in Russland. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte hingegen, es gehe nicht um einen Eigentümerwechsel, sondern um eine externe Verwaltung von Unternehmen mit Verbindungen zu "unfreundlichen Staaten".
Der Politikanalyst Finn Andreen bezeichnete im Interview mit RT DE die Entscheidung als wenig überraschend und verwies auf den europäischen Umgang mit russischen Vermögenswerten.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
15:07 Uhr
Polen vereinfacht Regeln zum Abschuss von Luftzielen
Polen führt angesichts russischer Angriffe auf die Ukraine vereinfachte Verfahren zur Identifizierung und zum Abschuss fremder Flugobjekte im polnischen Luftraum ein. Nach Angaben der Zeitung Gazeta Prawna hat Polens Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz am 30. September erklärt, dass das neue Verfahren schon einsatzbereit sei.
Die bisher vorgeschriebene Sichtidentifizierung eines Ziels, die vor dem Abschuss erfolgen muss, wird durch eine sogenannte positive Identifizierung ersetzt. Piloten oder ihre Vorgesetzten können ihre Entscheidung jetzt auf Radar- und andere Sensordaten sowie auf Informationen der ukrainischen Seite stützen. Damit entfällt die Pflicht, sich einem Flugobjekt zur visuellen Erkennung zu nähern.
Der Abschuss auf der Grundlage von Radardaten sei "in der Regel einem Kriegszustand oder dem Kriegsrecht vorbehalten", so Vize-Verteidigungsminister Cezary Tomczyk. Die Änderung sei unter anderem vorgenommen worden, weil das EU- und NATO-Land täglich mit der Möglichkeit konfrontiert sei, dass Drohnen in sein Hoheitsgebiet eindringen könnten.
14:35 Uhr
Estland blockiert Transport von Getreide aus Russland und Weißrussland
Estland hat den Transit von Getreide aus Russland und Weißrussland durch sein Staatsgebiet verboten. Dies teilt Außenminister Margus Tsahkna auf der Plattform X mit. Der Politiker begründet die Entscheidung seines Landes folgendermaßen:
"Russland greift ukrainische Häfen an, blockiert ukrainische Getreideexporte und sucht dann nach neuen Routen für sein eigenes Getreide. Estland wird keine solche Route zur Verfügung stellen."
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf Insider, russische Unternehmen würden inzwischen verstärkt Terminals in Ostsee- und Arktishäfen für den Getreideexport nutzen.
Tsahkna erklärt, Estland werde Russland nicht dabei unterstützen, seinen Handel trotz des Krieges gegen die Ukraine aufrechtzuerhalten. Gemeinsam mit Lettland und Litauen arbeite die Regierung in Tallinn daran, dass die baltischen Häfen nicht zu einer Transitroute für Russland werden.
14:10 Uhr
Russischer Auslandsgeheimdienst: Korruption in Ukraine behindert friedliche Konfliktlösung
Der Auslandsnachrichtendienst der Russischen Föderation (SWR) teilt über seine Pressestelle mit, dass die neue Führung des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU ein weiteres Schema zur Veruntreuung von europäischen Steuergeldern organisiert haben soll. Unter Berufung auf Informationen, die dem SWR vorliegen, heißt es, dass der SBU über ein Netzwerk von Zwischenhändlern in Osteuropa Pistolen aus EU-Ländern kaufe, wobei sich der Preis pro Waffe von 250 auf 750 Euro verdreifache. Eine Schlüsselrolle spiele dabei die polnische Firma Wytwórnia Broni Jacek Popiński. Sie erwerbe die Pistolen unter anderem von einer Tochterfirma des österreichischen Rüstungsunternehmens Glock in Panama und verkaufe diese an die Ukrainer weiter. In seiner Mitteilung behauptet der russische Geheimdienst:
"Bei jeder Lieferung von 5.000 Pistolen werden 625.000 Euro auf die Konten von Vertrauenspersonen der SBU-Führung überwiesen. Dabei werden alle Kosten für den Erwerb der genannten Waffen von den Verteidigungsministerien Belgiens und Deutschlands getragen."
Einen Hinweis für das Ausmaß der Korruption bei der Beschaffung kostspieligerer Waffen durch die Ukraine könnten die Worte von Wladimir Selenskij über eine Lücke von 27 Milliarden US-Dollar im Verteidigungshaushalt der Ukraine liefern, so der russische Geheimdienst. Er wirft der Führung in Kiew vor, sich am Krieg, der für die einfachen Ukrainer verheerend sei, zu bereichern.
13:41 Uhr
NATO hat keine Beweise für russischen Angriff – Litauens Premierminister warnt vor Panikmache

Es gibt keine konkreten Beweise für Angriffspläne Russlands. Das betonte der litauische Ministerpräsident Mindaugas Sinkevičius während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Man müsse bestehende Risiken zwar klar benennen, dürfe jedoch keine Panik schüren.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
13:08 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Drei weitere Ortschaften befreit

SymbolbildSERGEI BOBYLJOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Donnerstag auf der Plattform MAX schreibt, ziehe der Truppenverband Nord weiterhin die Schlinge um die ukrainischen Truppen im Nordosten des Gebiets Charkow enger und erweitere das vom russischen Militär kontrollierte Gebiet. Darüber hinaus werde um die Ortschaften Warwarowka, Gratschowka, Resnikowo, Serdobino und Prikolotnoje gekämpft. In der Nähe der Ortschaften Nefjodowka, Nikolajewka und Chatneje würden ukrainische Brigaden eliminiert. Der Gegner habe allein in diesem Kessel mehr als 30 Kämpfer verloren. Das russische Militär habe zudem ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Saroschnoje, Slatino, Lipzy, Pitomnik, Sosnowy Bor und Zirkuny im Gebiet Charkow getroffen. Zuletzt seien im Gebiet Charkow die Ortschaften Nesternoje, Rublenoje und Wyssokaja Jaruga befreit worden. Im benachbarten Gebiet Sumy habe das russische Militär Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Sumy, Bojaro-Leschatschi, Welikaja Rybiza, Korenek und Nikolskoje getroffen. Der Gegner habe insgesamt mehr als 250 Armeeangehörige verloren. Drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, ein Geschütz, 26 Autos und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Gruschewka, Blagodatowka, Isjumskoje, Kowaljowka, Ossinowo und Proletarskoje im Gebiet Charkow sowie Majaki und Prischib in der DVR getroffen habe. Dabei seien mehr als 220 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe außerdem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, zehn Autos und zwei Geschütze zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe günstigere Stellungen bezogen und dabei ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Belenkoje, Wassilewskaja Pustosch, Druschkowka, Klinowoje, Kramatorsk, Nikolajewka, Semjonowka und Slawjansk in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die Personalverluste der ukrainischen Streitkräfte auf mehr als 205 Soldaten. Der Gegner habe überdies einen Transportpanzer und 16 Autos verloren.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Andrejewka, Beloserskoje, Bokowoje, Gornjak, Lidino, Marjewka, Nowogrigorowka, Sergejewka, Nowojawlenka und Schilowka in der DVR getroffen habe. Das russische Militär setze darüber hinaus seinen Vormarsch in der Ortschaft Dobropolje fort, indem es im Norden, Nordwesten, Osten und im Zentrum der Stadt in den letzten 24 Stunden 93 Gebäude befreit und mehr als 30 ukrainische Soldaten eliminiert habe. Der Gegner habe insgesamt bis zu 460 Armeeangehörige verloren. Acht Autos, ein Geschütz und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung seien zerstört worden.
Auch der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Iwanowka, Kolomijzy, Lyssaja Balka und Orly im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Moskowka, Nikolskoje, Swoboda, Obschtscheje und Samoilowka im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Behörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 270 Kämpfer. Ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug und zwölf Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe ebenfalls günstigere Stellungen bezogen und dabei ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Dmitrowo, Orechow und Preobraschenka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 30 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus vier Autos neutralisiert.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Militärflugplätze, militärisch relevante Energie- und Verkehrsanlagen, Drohnenwerke und 148 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den vergangenen 24 Stunden sieben Lenkbomben und 650 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 248.994 Drohnen, 672 Flugabwehrraketenkomplexe, 31.085 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.783 Mehrfachraketenwerfer sowie 36.597 Geschütze und Mörser verloren.
12:36 Uhr
Wadephul fordert Lösung für Getreideexporte im Schwarzen Meer
Bundesaußenminister Johann Wadephul drängt einem Bericht zufolge auf eine Lösung, um wieder mehr Getreideexporte sowohl aus der Ukraine als auch aus Russland zu ermöglichen. Der CDU-Politiker sagte dem Nachrichtenportal Web.de News:
"Die Welt braucht diese Exporte dringend. Werden sie weiter von Russland verhindert, dann drohen Hunger, Destabilisierung und die resultierenden Fluchtbewegungen, auch nach Europa."
Eine partielle Waffenruhe wäre ein erster Schritt. Die Beziehungen zum globalen Süden könne Russland eigentlich nicht aufs Spiel setzen wollen, sagte der Minister.
"Ich glaube daher, das Problem der Getreideexporte kann gelöst werden."
Wadephul äußerte sich auch zu seinem jüngsten Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow. Der Anlass sei ganz konkret gewesen – und zwar der Anschlag am Flughafen Halle/Leipzig. Er habe noch einmal "ein klares Signal aussenden" wollen, dass Deutschland so etwas nicht akzeptiere, betonte der Minister.
Als zusätzlichen Anlass nannte Wadephul die Getreideexporte, die zurzeit durch den Krieg behindert würden. Weitere Gespräche mit Russland schloss der Außenminister nicht aus.
"Auf der russischen Seite müsste aber ein konstruktiver Ansatz zu erkennen sein."
12:03 Uhr
Zwei Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf Grenzgebiet Brjansk
Gouverneur Jegor Kowaltschuk berichtet auf der Plattform Telegram über andauernde ukrainische Angriffe auf das russische Grenzgebiet Brjansk. Infolge der Attacken seien zwei Zivilisten verletzt worden. Ein 16-jähriger Einwohner der Ortschaft Pogar habe eine Wunde erlitten, als eine ukrainische Drohne einen Sprengsatz abgelassen habe. In der Ortschaft Klimowo sei ein Busfahrer verletzt worden, als eine ukrainische Drohne einen fahrenden Bus angegriffen habe.
Der Politiker meldet zudem eine massive Drohnenattacke auf die Agrarholding Miratorg. Infolge des Angriffs seien neun Landwirtschaftsfahrzeuge zerstört und weitere 13 beschädigt worden. Es gebe weder Todesopfer noch Verletzte.
Nach Angaben von Kowaltschuk seien in den vergangenen 24 Stunden über dem Gebiet Brjansk 139 unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners zerstört worden.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


