Nahost

Huthi warnen vor Nutzung des Flughafens Riad – Iran soll Anschläge auf US-Personal vorbereiten

Die Huthi warnen erneut vor einer Nutzung des Flughafens in Riad und drohen mit weiteren Angriffen. Unterdessen schlagen US-Geheimdienste Alarm: Iranische "Anschlagspläne" gegen US-Bürger sollen weit fortgeschritten sein.
Huthi warnen vor Nutzung des Flughafens Riad – Iran soll Anschläge auf US-Personal vorbereiten

Die mit Iran verbündeten Huthi im Jemen haben am Sonntag erneut vor einer Nutzung des internationalen Flughafens König Khalid in Riad gewarnt. Die Warnung erfolgte wenige Stunden, nachdem der Flughafen angekündigt hatte, nach einer Anfang des Monats verhängten Betriebspause zwei Terminals wieder für Flüge zu öffnen.

Der Huthi-Militärsprecher Yahya Saree erklärte, der Flughafen bleibe ein "militärisches Ziel". Die Angriffe auf den Flughafen würden fortgesetzt. Er warnte Fluggesellschaften, Flughafenpersonal und Reisende davor, den Flughafen zu nutzen.

Am späten Samstagnachmittag hatte der Flughafen mitgeteilt, dass Terminal 1 ab Sonntag für Inlandsflüge und Terminal 2 für internationale Flüge nationaler Fluggesellschaften vorgesehen seien.

Der Flugbetrieb war am 10. Oktober nach einem von den Huthi für sich beanspruchten Angriff ausgesetzt worden. Dabei wurden 13 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt. Es handelte sich um den folgenschwersten Angriff dieser Art im Königreich seit mehr als einem Jahrzehnt. Zwei Tage später wurde die Aussetzung des Flugbetriebs verlängert.

Die Huthi greifen Saudi-Arabien mit ballistischen Raketen und Drohnen an und nehmen dabei Flughäfen, Häfen und Ölanlagen ins Visier. Damit setzen sie den US-Verbündeten im Rahmen des umfassenderen Krieges unter Druck.

Die US-Regierung hat unter anderem ihre Mitarbeiter im Nahen Osten in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und begonnen, das Personal in Botschaften und Konsulaten zu reduzieren. Hintergrund sind Geheimdienstinformationen, wonach Iran bei den Vorbereitungen für mögliche Angriffe auf US-Bürger bereits weit fortgeschritten sein soll. Das erklärten US-Regierungsvertreter am Freitag.

Wie die New York Times berichtete, warnten Geheimdienstvertreter Außenminister Marco Rubio am Freitag in einem Memorandum vor Gefahren für Mitarbeiter des US-Außenministeriums im Nahen Osten und in anderen Regionen.

Die Warnung von Geheimdienstdirektor Jay Clayton erfolgte, nachdem Washington letzte Woche die Personalstärke seiner diplomatischen Vertretung in Saudi-Arabien angesichts verstärkter Angriffe der mit Iran verbündeten Huthi reduziert hatte. Am Samstag aktualisierte das Außenministerium seine Reisehinweise für mehr als ein Dutzend Länder am Persischen Golf und im Nahen Osten, darunter Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Irak und Israel. Als Grund nannte es eine erhöhte "Bedrohung" durch die Huthi.

Der Iran-Krieg geht in einer Woche in seinen neunten Monat und hat die Zustimmungswerte von US-Präsident Donald Trump im Vorfeld der Zwischenwahlen am 3. November deutlich belastet.

Mehr zum Thema – Ölpreise steigen über 111 Dollar – Neue Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.