Deutschland

General Freuding: Jetzt gilt "aufsitzen, Geschwindigkeit erhöhen, Feuer frei"

Deutschland müsse mehr militärische Stärke zeigen, "um abzuschrecken", so der Generalleutnant zu Beginn des Monats, um im Interview vor einem russischen Angriff "nach einem möglichen Ende des Ukraine-Kriegs" zu warnen. Auf Instagram stimmte Freuding aktuell gewohnt begeistert kämpferische Töne an.
General Freuding: Jetzt gilt "aufsitzen, Geschwindigkeit erhöhen, Feuer frei"© Screenshot: Instagram/DeutschesHeer

Bundeswehrgeneralleutnant Christian Freuding fand für das Social-Media-Team der Bundeswehr erneut unmissverständliche Formulierungen, um in markigen Worten auf Instagram mitzuteilen, wie "alle Truppenführer" bei einem aktuellen Treffen der Bataillonskommandeure im niedersächsischen Munster auf kommende, anvisierte Aufgaben eingeschworen wurden.

Christian Freuding ist amtierender Generalleutnant der Bundeswehr und seit dem 1. Oktober 2025 zudem Inspekteur des Heeres. Freuding forderte Anfang September angesichts der von ihm gemutmaßten "russischen Bedrohungen, mehr Tempo beim Ausbau der Bundeswehr". Der Landeszeitung für die Lüneburger Heide, die zum SPD-nahen Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) gehört, gab er dabei wörtlich zu Protokoll:

"Wir müssen in einen anderen Modus schalten. Wir brauchen dringend die Erhöhung von Kapazitäten."

Zur medialpolitisch forcierten Unterstellung, der vermeintlichen "Attacke von Leipzig auf ukrainische Transportflugzeuge" seitens Russlands, wiederholte er zudem im Interview die letzjährige Regierungswahrnehmung im politischen Berlin:

"Wir sind noch nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im Frieden."

Der Generalleutnant formulierte nun am 26. September im Rahmen eines Instagram-Beitrags für das Deutsche Heer eindeutige, unmissverständliche Strategiepläne der Bundeswehr, um wörtlich nach dem Treffen am viertgrößten Standort der Bundeswehr wörtlich zu erklären:

"Wir haben uns die einzelnen Operationslinien angesehen. Wir haben gesehen, was wir auf den einzelnen Operationslinien in den nächsten Monaten voranbringen müssen für ein Heer, das kriegstüchtig ist, für ein Heer, das gewinnen kann, das sich durchsetzen kann.

Wir wissen, was wir zu tun haben, wir wissen, wo wir noch schneller werden müssen. Wir kennen unsere Ambitionen, die Marschrichtung. Jetzt gilt es aufsitzen, weiter vorwärts Marsch, Geschwindigkeit erhöhen, Feuer frei!"

Bereits im Februar erklärte Freuding im Rahmen des "Munich Security Breakfast", bei der Münchener Sicherheitskonferenz 2026 (MSC), dass Deutschland demnach einen "klaren Akzent auf Handlungsfähigkeit" legen müsse. So warnte er vor "einer weiter wachsenden und lernfähigen russischen Armee", die sich "bereits im Konflikt mit dem Westen sehe."

Ein großangelegter Krieg in Europa sei laut dem Generalleutnant "nicht auszuschließen, falls Europa nicht glaubhaft abschrecke." Wörtlich gab er in diesem Zusammenhang androhend zu Protokoll:

"Wir haben keine Zeit. Der Gegner wartet nicht auf unseren Abschlussbericht."

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