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Liveticker zum Ukraine-Krieg: Ukraine beschießt russisches Dorf – ein Toter, mehrere Verletzte

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker zum Ukraine-Krieg: Ukraine beschießt russisches Dorf – ein Toter, mehrere VerletzteQuelle: Sputnik
  • 19.05.2022 10:05 Uhr

    10:05 Uhr

    Japan bewilligt erneut Finanzhilfe für Ukraine

    Japan will seine Darlehen für die Ukraine nach Angaben von Ministerpräsident Fumio Kishida von 300 auf 600 Millionen US-Dollar verdoppeln. "Unser Land steht zur Ukraine", erklärte Kishida. Beim Gipfeltreffen zwischen den USA und Japan in der kommenden Woche sowie einem Treffen der Quad-Gruppe mit Australien und Indien werde Japan demnach erneut betonen, die Ukraine gemeinsam mit anderen Nationen zu unterstützen.

    Bei den 600 Millionen US-Dollar handelt es sich um den ersten Teil der vereinbarten Finanzhilfe. Das Darlehen ist allerdings zweckgebunden und darf nach Angaben der Japan International Agency nicht für militärische Zwecke verwendet werden. Stattdessen ziele das Darlehen darauf ab, die Entmonopolisierung und die Institutionen zur Korruptionsbekämpfung zu fördern, die Land- und Kreditmärkte zu stärken und das soziale Sicherheitsnetz zu verbessern.

  • 09:40 Uhr

    Medienbericht: Biden will Ukraine nicht mit Raketenwerfern beliefern – Reichweite bis ins russische Staatsgebiet könnte Lage weiter eskalieren

    Kiew ist enttäuscht: Die ukrainische Seite hat die USA seit Monaten um die Entsendung von Mehrfachraketenwerfern "angefleht", schreibt das Magazin Politico mit Verweis auf eine anonyme Quelle. Im Weißen Haus habe man sich aber zurückgehalten:

    "Aus der Befürchtung heraus, dass diese Waffen für Angriffe auf Russlands Staatsgebiet verwendet werden könnten, wodurch der Konflikt ausgeweitet und verlängert würde."

    Grundsätzlich sei die US-Regierung nach wie vor besorgt, dass eine Lieferung von US-Mehrfachraketenwerfern und ähnlichen Systemen von Moskau als Verschärfung der Situation angesehen werden könnte. Die ukrainischen Streitkräfte könnten mit solchen Waffen "aus einer relativ sicheren Entfernung feuern, sich schnell zurückziehen und abziehen, bevor russische Drohnen und Artillerie ihren Standort entdecken können".

    Zwar ist die Höchstreichweite der Mehrfachraketenwerfer M270 (Kette) und M142 (Rad) mit 45 Kilometern nichts Außergewöhnliches. Kiew verfügt mit dem Raketenartilleriesystem Smertsch und der aufgrund von Beschüssen von Zivilisten berüchtigten Gefechtsfeldrakete Totschka-U über Waffen, die mit 70 und 120 Kilometern deutlich weiter schießen können. Doch beide US-Werfer können vor allem auch ballistische Gefechtsfeldraketen vom Typ ATACMS tragen, die bis zu 310 Kilometer weit fliegen – der Werfer auf Ketten zwei Stück, der auf der Radplattform eine.

    Das MLRS, so Politico weiter, steht seit Monaten ganz oben auf der Wunschliste der Ukraine. Die US-Regierung teilte dem Magazin mit, dass die beiden Länder weiterhin "aktiv über die Lieferung der Systeme diskutieren", doch nicht alles, was Kiew verlangt, könne auch schnell geliefert werden. "Wir müssen Entscheidungen darüber treffen, welche Waffensysteme die größten Erfolge bringen", erklärte die Quelle.

    In den vergangenen Wochen habe die US-Regierung, als die Begeisterung im Kongress über die Billigung weiterer Mittel für die Ukraine zu schwinden begann, beschlossen, dass es "effizienter und vernünftiger ist, 90 M777-Haubitzen zu schicken, weil mehr von ihnen zugestellt werden können" und für sie auch mehr Munition als für die Raketenwerfer zu den gleichen Kosten zur Verfügung gestellt werden kann.

    In Kiew herrscht "definitiv wachsende Unzufriedenheit" über die neuen Vorbehalte gegenüber der Militärhilfe, stellt Politico fest. Erst am Dienstag forderte der ukrainische Verteidigungsminister Alexei Resnikow eine schnelle Lieferung von "Panzern, Panzerfahrzeugen, Langstreckenwaffensystemen, Mehrfachraketenwerfern, schwerer Artillerie, Kampfflugzeugen und Langstreckenflugkörpern".

     

  • 09:25 Uhr

    Melnyk: NATO-Mitgliedschaft der Ukraine würde Atomkriegsrisiko senken 

    Nach Meinung des ukrainischen Botschafters in Deutschland Andrej Melnyk würde ein schneller NATO-Betritt der Ukraine das Risiko eines Atomkriegs deutlich senken. Am Donnerstag sagte Melnyk den Zeitungen der Funke Mediengruppe:

    "Wenn die Ukraine im Bündnis wäre, sinkt das Risiko eines Atomkrieges. Dann würde Putin wissen: Würde die Ukraine mit Nuklearwaffen angegriffen, müsste er mit einem atomaren Gegenschlag rechnen. Das würde ihn davon abhalten."  

    "Klar ist: Wir wollen schnell in die NATO. Das kann genauso rasch gehen wie im Fall von Schweden oder Finnland. Es bräuchte nur eine rein politische Entscheidung, um die Ukraine zügig ins Bündnis zu integrieren."

    Schweden und Finnland hatten am Mittwochmorgen offiziell die Aufnahme in die Verteidigungsallianz beantragt. Allerdings blockiert die Türkei die Aufnahme des Verfahrens vorerst. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte zuvor mehrfach deutlich gemacht, dass er einem Beitritt Finnlands und Schwedens nicht zustimmen werde. 

  • 08:40 Uhr

    Ex-US-General gibt Bilder aus einem Videospiel als Erfolg der ukrainischen Armee aus

    Der pensionierte US-General und MSNBC-Mitarbeiter Barry McCaffrey hat auf Twitter ein Video aus dem Videospiel Arma 3 veröffentlicht und es als Zerstörung eines russischen Flugzeugs durch die ukrainische Luftabwehr ausgegeben. Darauf wies Fox News hin.

    McCaffrey kommentierte die Aufnahmen wie folgt:

    "Ein russisches Flugzeug von ukrainischer Rakete getroffen. Die Russen verlieren eine große Anzahl von Jagdflugzeugen. Die ukrainische Luftverteidigung wird zu einer echten Bedrohung."

    Ein Twitter-Nutzer wies in den Kommentaren bezüglich des Beitrags darauf hin, dass es sich um Videoaufnahmen aus einem Videospiel handelt. Wenig später löschte McCaffrey das Video.

    Ein Screenshot über den Fake des Offiziers verbreitete sich jedoch im Internet. Der Fehler wurde auch von der britischen Zeitung Daily Mail und dem Telegram-Kanal War on Fakes aufgegriffen.

    Die US-amerikanische Journalistin Beckett Adams stellte McCaffreys Kompetenz in Frage. Sie schrieb auf Twitter:

    "Man sollte meinen, dass ein General im Ruhestand mit Erfahrung und Auszeichnungen eigentlich wissen müsste, wie so etwas wirklich aussieht. Das Video war eindeutig animiert."

  • 08:10 Uhr

    Russischer Botschafter: Unkluge makroökonomische Maßnahmen des Westens haben zur weltweiten Nahrungsmittelkrise geführt

    Die unklugen makroökonomischen Maßnahmen des Westens untergraben die Ernährungssicherheit in der Welt. Darauf wies der russische Botschafter in den USA Anatoli Antonow am Mittwoch hin. Die Probleme in diesem Bereich hätten lange vor dem Beginn der militärischen Sonderoperation in der Ukraine begonnen. Laut dem Pressedienst der diplomatischen Vertretung erklärte er:

    "Die Ernährungssicherheit wird seit mehreren Jahren durch die unklugen makroökonomischen Maßnahmen des Westens untergraben, die durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie noch verschärft werden. Mit anderen Worten, die Probleme haben schon lange vor der russischen Sonderoperation in der Ukraine begonnen."

    Antonow fügte hinzu, dass sich die Nahrungsmittelkrise nach einer Welle "einseitiger und unrechtmäßiger antirussischer Sanktionen, die das Vertrauen in westliche Regierungen aufgrund der Unvorhersehbarkeit ihrer Handlungen untergraben, Lieferketten unterbrochen und Störungen der internationalen Finanzströme verursacht haben", verschärft habe.

    In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass "die Behauptung des Westens, seine Verbote beträfen nicht die Lieferung von Lebensmitteln und Düngemitteln, ein Trugschluss" sei, denn "die Lage auf den globalen Lebensmittelmärkten wird unmittelbar von den Sanktionen im Finanz- und Verkehrsbereich beeinflusst".

  • 07:30 Uhr

    Gebiet Kursk: Ein Toter nach Beschuss durch ukrainisches Militär

    Bei ukrainischen Angriffen auf das Dorf Tetkino im Gebiet Kursk wurde mindestens eine Person getötet. Dies teilte der Gouverneur des Gebietes Roman Starowoit auf seinem Telegram-Kanal mit.

    "Ein weiterer feindlicher Angriff auf Tetkino, der im Morgengrauen stattfand, endete leider in einer Tragödie. Zurzeit ist mindestens ein ziviles Opfer bekannt. Ersten Berichten zufolge war er der Fahrer eines Lieferwagens, der Rohstoffe zur Brennerei transportierte. Der Feind hat die Anlage mehrmals beschossen. Es gibt auch Verwundete. Sie erhalten Erste Hilfe."

    In der Siedlung werde ein Brand gelöscht, der mehrere Häuser beschädigt habe. Starowoit zufolge gibt es Berichte über nicht explodierte Granaten.

  • 07:00 Uhr

    US-Senator: USA könnten wegen der Ukraine kollabieren

    Unkontrollierte Hilfe für die Ukraine könnte zum finanziellen Zusammenbruch der USA führen, so US-Senator Rand Paul in einer Kolumne für das Magazin Federalist.

    Der Politiker war zuvor mit einem im US-Kongress eingebrachten Gesetzentwurf nicht einverstanden und blockierte eine beschleunigte Abstimmung über ein 40 Milliarden US-Dollar schweres Rettungspaket für Kiew, indem er einen Änderungsantrag einbrachte, der eine strengere Aufsicht über die Verwendung der an die Ukraine gesandten Mittel vorgesehen hätte. Paul erklärte:

    "Wir können unseren eigenen Staat nicht in den Ruin treiben, indem wir uns auf einen weiteren ausländischen Konflikt einlassen. Mit einer Staatsverschuldung von 120 Prozent des BIP, einer seit den 1980er-Jahren ungezügelten und beispiellosen Inflation und erheblichen Unterbrechungen der Versorgungskette müssen die Vereinigten Staaten zunächst ihre eigene Wirtschaft sanieren und erst dann anderen Nationen helfen."

    Der Republikaner stellte fest, dass die Inflation in den USA seit der COVID-19-Pandemie ein 40-Jahres-Hoch erreicht hat. So haben sich die Benzinpreise seit dem vergangenen Jahr fast verdoppelt, die Energiepreise sind um 32 Prozent gestiegen, die Lebensmittelpreise haben sich um neun Prozent erhöht und Gebrauchtwagen werden den Durchschnittsamerikaner nun mehr als ein Drittel mehr kosten.

  • 18.05.2022 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

     

  • 22:45 Uhr

    Drohnenaufnahmen zeigen Artillerie und Aufklärer im Kampf gegen die ukrainischen Streitkräfte bei Sewerodonezk

    Der Telegram-Kanal Operazija Z veröffentlichte einen Videoclip der russischen Zeitung Iswestija zu den Kämpfen bei Sewerodenezk in der Lugansker Volksrepublik.

    Wie es heißt, hätten die ukrainischen "Besatzer" in einem 700 Meter langen Graben gekauert. Die russische Artillerie habe gezielt das Feuer eröffnet. Etwa 50 Soldaten, ein Panzer, 2 gepanzerte Mannschaftstransporter und ein gepanzertes Fahrzeug des ukrainischen Typs "Kosak" seien daraufhin den Einheiten der ukrainischen Streitkräfte zu Hilfe gekommen. Sie alle seien getötet beziehungsweise zerstört worden, berichtet das Portal iz.ru.

  • 22:30 Uhr

    Zwei russische Siedlungen im Gebiet Kursk wieder durch Ukraine beschossen

    Die an der Grenze zur Ukraine liegenden Siedlungen Tetkino und Aleksejewka nahe Kursk sind erneut unter ukrainischen Beschuss geraten, wobei es keine Verletzten gegeben habe. Dies teilte der Gouverneur des Gebiets Roman Starowoit mit. Auf dem Telegramm-Kanal des Gouverneurs hieß es:

    "An der Grenze im Gluschkowski Bezirk ist wieder unruhig, der Feind hat Tetkino und zum dritten Mal Aleksejewka beschossen. Unsere Soldaten schlugen den Angriff zurück. Keine Verletzten."

    Ebenfalls am 18. Mai sei Aleksejewka beschossen worde. Starowoit vermutet, dass "der Feind auf den Mobilfunkmast gezielt habe, der gerade repariert wurde". Das Vergeltungsfeuer des russischen Grenzschutzes und des Militärs soll jedoch diesen Angriff verhindert haben. 

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