Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Berlin verstärkt Militärhilfe an Kiew

2.09.2026 14:35 Uhr
14:35 Uhr
Angriffe auf Gebiet Belgorod: Zivilisten verletzt, darunter ein Kind
Die ukrainischen Streitkräfte setzten am Mittwoch ihre Attacken auf das Grenzgebiet Belgorod fort. Nach Angaben des Krisenstabs der Region habe der Gegner acht Bezirke mit Drohnen angegriffen. Acht Zivilisten, darunter ein zweijähriges Mädchen, hätten dabei Verletzungen erlitten.
Infolge der Attacken seien ein Mehrfamilienhaus, acht Privathäuser, zwei Betriebe, ein Verwaltungsgebäude, eine soziale Einrichtung, acht Fahrzeuge, eine Gas- und Stromleitung beschädigt worden.
13:59 Uhr
Russische Armee befreit Swjatogorsk in DVR
Im Zuge des aktiven Handelns haben die Einheiten des russischen Truppenverbands West die Stadt Swjatogorsk in der Volksrepublik Donezk befreit. Dies teilt das Verteidigungsministerium in Moskau am Mittwoch mit.
Wie es heißt, säubert das russische Militär die Stadt von verbliebenen ukrainischen Kämpfern, die sich in den Kellern der Gebäude noch verstecken.
13:22 Uhr
N-tv: Berlin verstärkt Militärhilfe an Kiew nach Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig
Die Bundesregierung plane, die militärische Hilfe für die Ukraine zu verstärken. Im September werde Berlin zusätzliche Luftabwehrraketen vom Typ Iris-T sowie "zeitnah" auch mehrere Tausend Angriffsdrohnen liefern. Dies teilt N-tv unter Berufung auf Regierungsquellen mit. Darüber hinaus will die Bundesregierung die Zusammenarbeit der Geheimdienste mit Kiew weiter verstärken, hieß es.
Nach Angaben der Quellen sei es eine Reaktion Deutschlands auf den Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig.
12:50 Uhr
Gebiet Kursk: Binnen 24 Stunden mehr als 120 Drohnen abgefangen
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Gebiets Kursk, wurden im Laufe des Tages 30 Geschosse auf die Region abgefeuert. Die Luftabwehrkräfte haben 123 gegnerische Drohnen unterschiedlicher Typen eliminiert. 16 Mal hätten die Drohnen das Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen, heißt es.
Chinstein meldete keine Verletzten.
Bei den Attacken seien zudem eine medizinische Einrichtung, ein Getreidespeicher, zwei Pkw, ein Privathaus und ein Mobilfunkmast beschädigt worden.
12:09 Uhr
Russlands Verkehrsministerium reagiert auf Kiews Drohungen gegen russischen Luftverkehr
Russische Behörden arbeiten eng zusammen, um auf alle Bedrohungen des Flugverkehrs umgehend zu reagieren, sagte Verkehrsminister Andrei Nikitin mit Blick auf die jüngsten Bedrohungen aus der Ukraine.
"Wir arbeiten mit allen in engster Abstimmung zusammen. Die Luftfahrtbehörde Rosawiazija steht in ständigem operativem Dialog mit allen Spezialdiensten und natürlich auch mit dem Verteidigungsministerium. […] Wir reagieren umgehend auf alle Bedrohungen."
So kommentierte Nikitin die Aussage von Wladimir Selenskij, dass der russische Luftraum für Fluggesellschaften wegen ukrainischer Drohnen "zunehmend gefährlich" und "de facto geschlossen" werde.
11:28 Uhr
Logistikzentrum Rawen-Ukraine in Browary bei Kiew getroffen
Die russischen Streitkräfte haben das Logistikzentrum Rawen-Ukraine nahe Brovary im Gebiet Kiew angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau veröffentlicht auf Telegram entsprechende Aufnahmen. Die Drohnen vom Typ Geran-4-Seeker seien dabei eingesetzt worden.
10:50 Uhr
Bürgermeister: Im August flogen mehr als 8.000 ukrainische Drohnen in Richtung Moskau
Zwischen 8:30 Uhr am 1. August und 8:30 Uhr am 1. September seien insgesamt 8.670 ukrainische Drohnen in Richtung der Region Moskau geflogen. Dies teilte Sergei Sobjanin, der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, am Mittwoch mit.
Er präzisierte, dass die Flugabwehr den Großteil der Flugziele auf große Entfernung neutralisiert habe. 795 Drohnen seien im Anflug auf Moskau zerstört worden.
10:07 Uhr
Saldo: Ukrainische Kämpfer haben humanitären Konvoi im Gebiet Cherson gezielt angegriffen
Ukrainische Truppen hätten absichtlich einen humanitären Konvoi an der Einfahrt in die Frontstadt Aljoschki mit Drohnen angegriffen, sagte Wladimir Saldo, der Gouverneur des Gebiets Cherson, gegenüber RIA Nowosti. Die Attacke ereignete sich am Dienstag.
"Obwohl die Fahrzeuge gekennzeichnet waren, dass sie Hilfsgüter transportieren, und die Fahrer ausstiegen, die Hände hoben und sich als Zivilisten zu erkennen gaben, griffen sie dennoch das erste und das letzte Fahrzeug an. Auf solche Weise blockierten sie die Einfahrt in Aljoschki und verhinderten die Ankunft der Hilfslieferung."
09:35 Uhr
Gebiet Belgorod: Binnen 24 Stunden zwei Tote und 16 Verletzte
Nach Angaben des Interimsgouverneurs des Gebietes Belgorod, Alexander Schuwajew, seien im Laufe des Tages infolge ukrainischer Angriffe zwei Personen ums Leben gekommen. Weitere 16 Zivilisten erlitten Verletzungen. Zwei von ihnen seien in ernstem Zustand, präzisierte der Politiker.
Insgesamt seien 14 Bezirke angegriffen worden, so Schuwajew weiter. Die ukrainischen Streitkräfte hätten die Region neunmal mit Artillerie und Mehrfachraketenwerfern beschossen. Zudem habe der Gegner neunmal Sprengsätze mittels Drohnen abgeworfen.
In den vergangenen 24 Stunden seien insgesamt 143 ukrainische Drohnen abgeschossen worden, fügte Schuwajew hinzu.
08:59 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht mehr als 100 ukrainische Drohnen
In der Nacht zum Mittwoch haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtete am Morgen, dass die Luftabwehr insgesamt 130 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen habe.
Die gegnerischen Drohnen wurden über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kursk, Orjol, Rostow, Tambow, Tula, den Regionen Moskau und Krasnodar, der Teilrepublik Krim sowie den Gewässern des Schwarzen Meeres zerstört.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.