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Kiew bekennt sich zum Terroranschlag auf Krim-Brücke

Das ukrainische Verteidigungsministerium räumte den Angriff Kiews auf die Krim-Brücke im Herbst 2022 ein. Anschließend bezeichnete das russische Außenamt die Kiewer Behörden als Terroristen. Die ukrainischen Behörden hatten zuvor den Terroranschlag nicht direkt bestätigt.
Kiew bekennt sich zum Terroranschlag auf Krim-BrückeQuelle: Sputnik © Konstantin Michaltschewski

Die stellvertretende Verteidigungsministerin der Ukraine, Anna Maljar, hat zugegeben, dass das ukrainische Militär an der Bombardierung der Krim-Brücke im Herbst 2022 beteiligt war. Anlässlich der 500 Tage seit dem Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine schrieb sie auf Telegram am 8. Juli:

"273 Tage seit dem ersten Angriff auf die Krim-Brücke, um die Logistik der Russen zu stören."

In diesem Zusammenhang bezeichnete die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, "das Kiewer Regime" als Terroristen. Laut Sacharowa hätten die ukrainischen Behörden nun einen Plan, "um sich selbst zu retten". Dieser lautete, das AKW Saporoschje systematisch zu beschädigen.

Am 8. Oktober 2022 explodierte ein Lastwagen auf der Brücke, zwei Fahrzeugträger stürzten ein und Treibstofftanks auf dem Eisenbahnabschnitt fingen Feuer. Vier Menschen wurden dabei getötet. In Russland wurde ein Strafverfahren wegen Terrorismus eingeleitet und acht Personen wurden verhaftet. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB nannte den ukrainischen Militärgeheimdienst als Drahtzieher der Explosion, der Ermittlungsausschuss bestätigte diese Version. Ein Gericht in Moskau verurteilte den ukrainischen Geheimdienstchef Kirill Budanow in Abwesenheit.

Seit Oktober 2022 meldete das russische Verteidigungsministerium regelmäßig Angriffe auf militärische Einrichtungen und das ukrainische Energiesystem, die Präsident Wladimir Putin als Widerhall des Brücken-Terroranschlags bezeichnete.

Kiew hatte zuvor seine Beteiligung an dem Vorfall nicht direkt bestätigt. Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij erklärte im Oktober: "Soweit ich weiß, haben wir so etwas definitiv nicht angeordnet." Der Leiter des Sicherheitsdiensts der Ukraine, Wassil Maljuk, antwortete im Mai auf die Frage, ob seine Behörde etwas mit der Explosion zu tun habe, dass die Krim-Brücke eine Versorgungsroute darstelle, "eine logistische Route, die wir dem Feind abschneiden mussten". Ihm zufolge seien "bestimmt derartige Maßnahmen entsprechend umgesetzt worden".

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