International

Fico: Vermittler zwischen EU und Russland muss die russische Seele verstehen

Europäische Politiker sollten mit Moskau einen normalen Dialog aufnehmen, erklärt der slowakische Ministerpräsident Robert Fico. Dabei müsse die Person, die mit der russischen Seite über Frieden in der Ukraine sprechen wolle, sich ein Bild von Land und Leuten machen.
Fico: Vermittler zwischen EU und Russland muss die russische Seele verstehen© Urheberrechtlich geschützt

Auf einer Pressekonferenz in der Stadt Handlová hat der slowakische Regierungschef Robert Fico erneut die Haltung Europas bezüglich des Ukraine-Konflikts kritisiert. Darüber berichtete der Fernsehsender TA3 am Freitag.

"Wenn Europa diesen Krieg weiterhin so anheizt, müssen wir davon ausgehen, dass er noch lange andauern wird", erklärte Fico. Dabei bekräftigte der Ministerpräsident ein weiteres Mal seine langjährige Position, dass ein Waffenstillstand so schnell wie möglich erreicht werden und Friedensverhandlungen beginnen müssten.

Laut Fico sollten europäische Politiker "einen normalen Dialog mit Russland führen", damit sie ihn nicht bei Gelegenheit nach dem Inhalt seiner Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin fragen müssten.

Zugleich meinte der slowakische Regierungschef, dass die Person, die Europa bei möglichen Ukraine-Gesprächen mit Russland vertreten werde, über tiefgreifendes Wissen über das Land und Leute verfügen solle.

"Putin wünscht sich einen Menschen, der zumindest ein wenig die russische Seele kennt", führte Fico hierbei aus. Man könne nicht einfach irgendjemanden auswählen, der absolut nichts über das Land wisse, und ihm sagen "Geh' und handle Frieden zwischen Russland und der Ukraine aus", so der Politiker.

Kürzlich hat EU-Ratspräsident António Costa bekannt gegeben, er berate mit den europäischen Staats- und Regierungschefs über die Vorbereitungen für Verhandlungen mit Russland, sobald "der richtige Zeitpunkt gekommen ist".

Beim Pressebriefing in Handlová kündigte Fico im Hinblick auf seine Gespräche mit Putin am 9. Mai in Moskau an, er habe wichtige Informationen, die er an europäische Politiker übermitteln werde. Putin bringe seine Position zur Friedenslösung für die Ukraine "sehr deutlich" zum Ausdruck, teilte Fico weiter mit.

Präsident Putin hatte zuvor erklärt, für ihn persönlich wäre der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder als Vermittler im Ukraine-Konflikt erste Wahl.

Zugleich hatte der russische Präsident gesagt, "die Europäer sollen selbst eine Führungspersönlichkeit wählen, der sie vertrauen und die keine Gemeinheiten über uns geäußert hat". Putin hatte auch betont, dass nicht Russland, sondern Europa Verhandlungen stets abgelehnt habe.

Mehr zum Thema ‒ "Sind wir schon so verblödet?" – Fico kritisiert EU-Energiepolitik

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.