
Seoul: Trump offen für Schritte zur Lösung "nordkoreanischer Atomfrage"

US-Präsident Donald Trump hat einem Vorschlag zugestimmt, ein schrittweises Vorgehen zur Lösung der nordkoreanischen Atomfrage zu prüfen. Dies erklärte der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung auf einer Pressekonferenz am Freitag. Ihm zufolge wurde das Thema am Rande des G7-Gipfels in Frankreich erörtert.

Trump habe im Gespräch mit Lee erklärt, es sei höchste Zeit, Pjöngjang Aufmerksamkeit zu schenken. Der US-Amerikaner habe sich daran interessiert gezeigt, den Dialog mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un wiederaufzunehmen, obwohl er über den Verlauf des Kontaktes frustriert sei.
Lee selbst erklärte, dass Washington und Seoul Schritt für Schritt – kurzfristig, mittelfristig und langfristig – handeln sollten, anstatt sofort Maßnahmen zu ergreifen. Die Denuklearisierung würde als langfristiges Ziel beibehalten.
Das kurzfristige Ziel bestünde darin, Pjöngjang daran zu hindern, zusätzliches nukleares Material herzustellen, Waffen oder Materialien ins Ausland auszuführen und Technologien für interkontinentale ballistische Raketen weiterzuentwickeln. Trump halte dies für eine Möglichkeit und habe versprochen, sorgfältig darüber nachzudenken, betonte Lee.
Des Weiteren versicherte der südkoreanische Präsident, dass Sanktionen und Druck allein die nordkoreanische Atomfrage nicht lösen würden, da Pjöngjang bereits über eine Anzahl von Atomwaffen zu verfügen scheine und weiterhin genügend nukleares Material für etwa 10 bis 20 Sprengköpfe produziere. Dasselbe betreffe auch Technologien für ballistische Raketen.
Während seiner ersten Amtszeit hatte Trump Gespräche mit Kim geführt. Der zweite Gipfel im Jahr 2019 in Hanoi scheiterte an Differenzen über Schritte zur Denuklearisierung und die Lockerung der Sanktionen.
Im Rahmen seiner zehntägigen Europareise nahm Lee am G7-Gipfel teil und führte formelle wie informelle Gespräche mit mehreren Staats- und Regierungschefs, darunter Trump, Bundeskanzler Friedrich Merz, der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und dem kanadischen Premierminister Mark Carney. Im Vatikan bat Lee Papst Leo darum, einen Besuch in der demilitarisierten Zone zwischen dem Norden und Süden zu erwägen.
Mehr zum Thema – Mit Trumps Vermittlung: Seoul will jahrzehntelange Spannungen mit Pjöngjang abbauen
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.