
Medienbericht: USA können Falklandinseln als Druckmittel gegen Großbritannien nutzen

Die USA könnten die britische Souveränität über die Falklandinseln anfechten, falls Premierminister Andy Burnham die Verteidigungsausgaben nicht erhöht. Wie in The Telegraph unter Berufung auf Quellen berichtet wird, handelt es sich um potenzielle Maßnahmen, die von hochrangigen Pentagon-Beamten als Anreiz zur Einhaltung des Fünf-Prozent-Ziels der nationalen NATO-Ausgaben erdacht worden seien.

Washington beabsichtige, das Engagement seiner Verbündeten für die NATO zu überprüfen, und schenkt London dabei "besondere Aufmerksamkeit", betonte ein hochrangiger US-Beamter gegenüber der Publikation. Im Einzelnen möchten die USA sicherstellen, dass die Mitgliedstaaten glaubwürdige Wege zum Ausgabenziel vorweisen können.
Der von Ex-Premier Keir Starmer im Juni angekündigte Investitionsplan sei zwar "ein Schritt in die richtige Richtung", aber nicht ausreichend. Dennoch habe Großbritannien "so viel Potenzial", um ein führender Verteidigungspartner zu sein. Über die US-Position zu den Falklandinseln erklärte die Quelle von The Telegraph, dass die Gespräche offen sind und nichts ausgeschlossen werde, wenn es um Optionen zur Förderung der Lastenteilung gehe.
Die Debatten in Washington sollten Burnham und Finanzminister John Healey Sorgen bereiten, da deren erster Haushaltsentwurf keine Zusage enthalte, bis zum Jahr 2030 drei Prozent des BIP für Verteidigung auszugeben, so der US‑Beamte. Als Healey im Juni als Verteidigungsminister zurücktrat, warf er Starmer und dem Finanzministerium vor, "nicht in der Lage" und "nicht willig" zu sein, das für die Verteidigung des Landes notwendige Geld auszugeben.
Offiziell nehmen die USA eine neutrale Position zur Souveränität der Falklandinseln ein, erkennen aber die Verwaltung der Inseln durch das Vereinigte Königreich an. Ein Sprecher des britischen Premierministers bekräftigte Anfang des Jahres, dass London die Inseln als souveränes britisches Überseegebiet betrachtet.
Im April wurde durch Medienberichte erstmals bekannt, dass Washington seine Falkland-Position als diplomatisches Druckmittel gegen NATO-Verbündete einsetzen könnte. Außenminister Marco Rubio spielte den Leak als unbedeutende interne Entscheidung herunter.
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