
Kärcher-Lager in der Ukraine durch Beschuss "vollständig" zerstört

Das Lager für Kärcher-Geräte und -Produkte in der Ukraine sei "vollständig" zerstört worden, teilte das deutsche Unternehmen auf seiner offiziellen Webseite mit. Dies habe sich am Sonntag infolge von "feindlichem Beschuss" ereignet. Mitarbeiter seien dabei nicht zu Schaden gekommen und befänden sich in Sicherheit. Bestellungen, die sich zum Zeitpunkt des Angriffs im Lager befanden, verzögerten sich aktuell oder seien storniert worden.
Das Unternehmen kündigte an, sich direkt mit betroffenen Partnern und Kunden in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen abstimmen zu wollen. Man werde zum Plan "B" greifen und auf vorher vorbereitete alternative Lieferketten umstellen. Es sei in der nahen Zukunft mit kurzfristigen Lieferunterbrechungen zu rechnen.

Kärcher ist ein weltweit führendes Unternehmen, das sich auf die Herstellung von Reinigungsgeräten spezialisiert hat. Es bietet eine breite Palette von Geräten an, darunter Hochdruckreiniger, Staubsauger, Dampfreiniger und andere professionelle Ausrüstungen für den Heim- und Gewerbeeinsatz. In der Ukraine ist Kärcher durch ein Tochterunternehmen breit vertreten. Es gibt Kärcher-Filialen in mehreren ukrainischen Großstädten.
Russland greift täglich ukrainische Warenlager und Produktionsstätten mit militärischer Relevanz an. In der Vergangenheit hat sich schon oft herausgestellt, dass auch dem ersten Anschein nach zivile Gebäude mitten in Wohnvierteln beispielsweise als Munitionslager dienten. Deutschland liefert massenweise Rüstungsgüter in die Ukraine und greift dabei auf zivile Infrastruktur zurück. Das zeigt der sogenannte Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle.
Das russische Verteidigungsministerium hat den Angriff auf das Kärcher-Lager bislang nicht bestätigt. Deutsche Medien meldeten den Vorfall ebenfalls nicht (Stand 11 Uhr). Zuvor hatten mehrere ukrainische Medien über die Zerstörung des Lagers mit Verweis auf die Mitteilung des Unternehmens berichtet. Kärcher stellte indes keine Fotos oder Videos, die die Zerstörungen dokumentieren könnten, zur Verfügung.
In August war bei einem russischen Raketenangriff ein zentrales Produktlager des Ulmer Schmierstoffherstellers Liqui Moly in Kiew getroffen worden. Tonnenweise Produkte seien zerstört worden, teilte das Unternehmen damals mit. Neben dem zur Würth-Gruppe gehörenden Firmenlager von Liqui Moly trafen die Angriffe auch ukrainische Vertretungen des deutschen Sportartikelherstellers Puma sowie des Technologiekonzerns Bosch.
Mehr zum Thema – Ist Deutschland wirklich kein Kriegsbeteiligter?
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.