International

Georgien: Mann wollte Uran ins Ausland verkaufen – Festnahme

Radioaktive Stoffe stehen nicht frei zum Verkauf. Das liegt nicht an der mangelnden Nachfrage, sondern an den strikten Sicherheitsregeln. Es kommt dennoch vor, dass etwa Uran auf dem Schwarzmarkt angeboten wird. Dann ist es wichtig, dass die Handschellen rechtzeitig klicken.
Georgien: Mann wollte Uran ins Ausland verkaufen – Festnahme© Soziale Medien

Georgiens Staatssicherheitsdienst hat nach eigenen Angaben den Verkauf einer nicht genannten Menge Urans ins Ausland verhindert. Wie mehrere Medien mit Verweis auf den Inlandsgeheimdienst der südkaukasischen Republik berichteten, soll ein georgischer Bürger versucht haben, Uran-238 an einen Ausländer zu verhökern. Der Wert des verhinderten Deals wurde auf 700.000 US-Dollar oder umgerechnet 626.000 Euro beziffert.

Zur Herkunft des radioaktiven Materials wurden bislang keine Angaben gemacht. Die georgischen Behörden verbreiteten ein Video, das die Festnahme des Verdächtigen zeigen soll. Der Mann muss jetzt im Einklang mit dem georgischen Strafgesetzbuch mit bis zu zehn Jahren Gefängnis rechnen.

Bemerkenswerterweise war dies nicht das erste Mal, dass ein Georgier Uran ins Ausland verkaufen wollte. Im vergangenen Februar hatte die Staatssicherheit der früheren Sowjetrepublik zwei Ausländer festgenommen, die auf der Suche nach Uran und Caesium-137 nach Georgien gereist waren. Im Oktober 2025 hatten die georgischen Behörden drei chinesische Bürger verhaftet, die versucht hatten, für 400.000 US-Dollar oder umgerechnet 358.000 Euro zwei Kilogramm Uran zu besorgen. Im Juli desselben Jahres waren in der georgischen Schwarzmeer-Hafenstadt Batumi ein georgischer Staatsbürger und ein Ausländer festgenommen worden – ebenfalls wegen einer Abmachung zum Kauf von Uran. Den Wert des gescheiterten Deals hatten die Behörden damals auf drei Millionen US-Dollar oder 2,68 Millionen Euro beziffert.

Uran-238 ist das am meisten verbreitete Isotop des radioaktiven Schwermetalls, das in der Natur vorkommt. Es kann zwar keine Kettenreaktion auslösen, lässt sich aber in Plutonium-239 umwandeln, das wiederum zu militärischen oder terroristischen Zwecken geeignet ist.  

Caesium-137 findet viele Anwendungen, darunter als Quelle für Gammastrahlung in Industrie und Medizin. In der Geschichte ist es wegen der unsachgemäßen Entsorgung von Abfällen der Nuklearmedizin schon zu tödlichen Unfällen mit dem radioaktiven Metall gekommen. Der wohl bekannteste ist der sogenannte Goiânia-Unfall, als im September 1987 bei einem Einbruch in eine stillgelegte Klinik der brasilianischen Stadt Goiânia ein Gerät zur Strahlentherapie gestohlen und an einen Schrotthändler verkauft wurde. Damals starben vier Personen nachweislich binnen weniger Wochen, Hunderte Menschen wurden teilweise schwer radioaktiv kontaminiert. Ähnliche Zwischenfälle gab es auch in Mexiko, Algerien und Thailand.

Mehr zum Thema – IAEA berichtet über neue Urananreicherungsanlagen in der DVRK

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.