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Jeffrey Sachs: "Deutschland spielt eine außerordentlich gefährliche Rolle"

In einem Interview mit dem Politologen Glenn Diesen ordnet der US-Ökonom Jeffrey Sachs die aktuelle europäische Außenpolitik als "kolossale Katastrophe" ein. Er kritisiert scharf, dass Europa die diplomatischen Kanäle zu Russland vollständig gekappt habe und sich stattdessen von der russophoben Haltung der baltischen Staaten treiben lasse.

Besonders drastische Worte findet Sachs für Deutschland unter Bundeskanzler Friedrich Merz: Dessen Kurs der Remilitarisierung verletze den Zwei-plus-Vier-Vertrag und sei hochgradig unverantwortlich. Sachs wirft Merz vor, als "Kriegstreiber" jeglichen diplomatischen Dialog mit Moskau komplett zu verweigern und damit leichtfertig die historischen Friedenszusagen aus der Zeit der deutschen Wiedervereinigung aufzukündigen.

Durch das Zusammenspiel aus baltischem Eskalationskurs, deutscher Aufrüstung und Kiews Versuchen, Europa in den Konflikt hineinzuziehen, sieht Sachs das Baltikum derzeit als "den gefährlichsten Krisenherd des gesamten Planeten".

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