Nordamerika

USA: Neue Studie soll belegen, dass sich fast 30 Prozent der Generation Z als LGBTQ+ identifizieren

Die Umfrage eines US-Bildungsinstituts behauptet, dass sich jeder vierte Amerikaner im Alter von 18 bis 25 Jahren, bekannt als Generation Z, als LGBTQ+ identifiziert. LGBTQ-Gruppierungen gelten in den USA als aktive Unterstützer der Biden-Administration im Hinblick auf die im November anstehenden US-Wahlen.
USA: Neue Studie soll belegen, dass sich fast 30 Prozent der Generation Z als LGBTQ+ identifizierenQuelle: Legion-media.ru © Paul Weaver/Sipa USA

Die Umfrage des Public Religion Research Institute (Institut für öffentliche Religionsforschung, PRRI) wurde am 22. Januar veröffentlicht. So heißt es dort, dass sich "jeder vierte Erwachsene der Generation Z in den USA" als lesbisch, schwul, bisexuell, transgender oder queer identifiziere. Das Ergebnis falle damit höher aus als der Prozentsatz der LGBTQ-Amerikaner in älteren Kohorten. Der Generation Z werden überwiegend diejenigen zugerechnet, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurden, und sie stellt den Nachfolger von Generation Y dar.

Vergleichend hätte die PRRI-Studie ergeben, dass sich 16 Prozent der Generation Y (auch: "Millennials", Geburtsdaten frühe 1980er bis späte 1990er), 7 Prozent der Generation X (Geburtsdaten 1965er bis späte 1970er) und 4 Prozent der Babyboomer (Nachkriegsgeneration bis 1964er) in den USA demnach als LGBTQ+ identifizieren würden.

Die Präsidentin der Kampagne für Menschenrechte (Human Rights Campaign, HRC), Kelley Robinson, kommentierte die Ergebnisse der Studie im Rahmen einer Mitteilung:

"Ob bei den Wahlen, bei Märschen und Kundgebungen oder im Internet ‒ die Sichtbarkeit von LGBTQ+ ist wichtig und die Generation Z ist eine Kraft für den Wandel. Tausende von jungen LGBTQ+ Menschen werden jeden Tag 18 Jahre alt ‒ und die Gesetzgeber sollten verstehen, dass politische Angriffe gegen LGBTQ+ im November ein Nachspiel haben werden."

Die "Human Rights Campaign" ist eine der größten Organisationen für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender in den Vereinigten Staaten und wird durch Politiker der Demokraten finanziell unterstützt. Die HR-Kampagne bewertet in ihrer Mitteilung die vorliegenden PRRI-Ergebnisse mit der Wahrnehmung:

"Dieser Anstieg unterstreicht einen positiven Wandel in der gesellschaftlichen Akzeptanz von LGBTQ+ Menschen unter den jüngeren Generationen und ist ein weiterer Beweis dafür, dass die amerikanische Wählerschaft zunehmend offener und verbündeter sein wird, wenn die Mitglieder der Generation Z 18 Jahre alt werden."

Robinson gilt als aktive Unterstützerin der Biden-Harris-Administration. So hieß es in einer X-Mitteilung der HRC-Chefin im Oktober 2023:

"Heute sind wir stolz darauf, Biden-Harris für 2024 zu unterstützen! Präsident Biden und Vizepräsidentin Harris haben sich für die Rechte von LGBTQ+ eingesetzt und historische Siege errungen. Lassen Sie uns unsere Freiheiten schützen und gleichstellungsfreundliche Kandidaten unterstützen."

Am 25. Januar 2024 stellte Robinson, ebenfalls im Rahmen eines X-Postings, fest:

"Unternehmen haben es in der Hand, die Inklusion von LGBTQ+ Menschen zu fördern ‒ um unser Leben und die Welt zu verbessern!"

Das PRRI informiert im Rahmen der Studiendaten des Weiteren darüber, dass die Generation Z vermeintlich "religiös vielfältiger als ältere Generationen" sei. Weiter heißt es:

  • "Bei den Erwachsenen der Generation Z ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich als weiße Christen bezeichnen, deutlich geringer und die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich als religiös nicht zugehörig bezeichnen, größer als bei den älteren Generationen, mit Ausnahme der Millennials."
  • "Republikanische Unterstützer der Gen Z ‒ sowohl Erwachsene als auch Jugendliche ‒ gehen häufiger in die Kirche, gaben an, dass Religion für sie wichtiger ist, und haben ein größeres Vertrauen in die organisierte Religion als Demokraten der Gen Z oder Unabhängige."

Bezugnehmend auf die im November dieses Jahres stattfindenden Präsidentschaftswahlen in den USA lauten die Ergebnisse der Studie:

"Die meisten Amerikaner der Generation Z, insbesondere die Demokraten der Generation Z, sind eher als ältere Amerikaner der Meinung, dass ein Generationswechsel in der politischen Führung notwendig ist, um die Probleme des Landes zu lösen. Sowohl die jüngere als auch die ältere Generation äußern einen Mangel an Verständnis über die Generationengrenzen hinweg."

Umfragen hätten zudem gezeigt, dass US-Amerikaner die Behauptung mehrheitlich ablehnen würden, dass "junge Menschen zu faul sind, um einen guten Job zu finden". Stattdessen laute das Problem, "dass es ihnen an der notwendigen Ausbildung mangelt".

Erwachsene der Generation Z würden laut PRRI-Auswertungen "wie ihre Vorgängergeneration der Millennials wenig Vertrauen in die politischen Institutionen Amerikas besitzen, beteiligen sich aber an vielen politischen Aktivitäten in ähnlichem oder höherem Maße als ältere Amerikaner". Jugendliche der Generation Z "misstrauen den politischen Institutionen ebenfalls, sind aber weniger politisch aktiv als Erwachsene der Generation Z".

Während die aktuellen Zahlen des PRRI frühere Erhebungen widerspiegeln, die belegen würden, "dass die Generation Z die liberalste LGBTQ-Gruppe ist, die in den USA bisher erwachsen geworden ist", war der auffällige Prozentsatz, der sich "als etwas anderes als heterosexuell identifizierte, in den Ergebnissen der aktuellen Umfrage deutlich höher als in einer ähnlichen Umfrage von Gallup im letzten Jahr".

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