
Pentagon: USA haben keinen Schutz gegen russische und chinesische Hyperschallwaffen

Die Vereinigten Staaten seien kaum in der Lage, sich gegen fortschrittliche Raketensysteme aus China und Russland zu verteidigen. Dies erklärten hochrangige Vertreter des Pentagon vor Kongressabgeordneten. Von den Abgeordneten forderten sie Mittel für das geplante Raketenabwehrprogramm "Golden Dome".
Präsident Donald Trump hatte das "Golden Dome"-Programm kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 vorgestellt und dabei umfangreiche Investitionen zum Ausbau der boden- und weltraumgestützten Kapazitäten vorgeschlagen. In den nächsten zehn Jahren könnten sich diese auf mehrere hundert Milliarden Dollar belaufen.

Dazu erklärte der stellvertretende Kriegsminister für Weltraumpolitik, Marc Berkowitz, am Montag bei einer Anhörung des Senatsausschusses für Streitkräfte: Die Aufrüstung ist dringend erforderlich, da die USA über "ein sehr begrenztes, bodengestütztes, einlagiges Heimatschutzsystem verfügen, das speziell für den Fall eines kleinen, unerwarteten Angriffs" konzipiert wurde. Das Land stünde bei ballistischen Raketen vor ernsthaften Problemen und habe "heute keine Verteidigung gegen Hyperschallwaffen oder Marschflugkörper."
Michael Guetlein, leitet das "Golden Dome"-Programm innerhalb der US-Weltraumstreitkräfte. Er verwies darauf, dass sowohl China als auch Russland ihre Raketenarsenale weiter modernisieren und ausbauen. Dabei nannte Guetlein den Einsatz von Hyperschall-Gleitkörpern – Sprengköpfen, die nach dem Start in der Atmosphäre mit hoher Geschwindigkeit manövrieren können – sowie Russlands Entwicklung der atomgetriebenen Marschflugkörper vom Typ "Burevestnik". Laut Guetlein seien diese Systeme "darauf ausgelegt, die Ortungs- und Bekämpfungsfähigkeiten unserer Sensoren herauszufordern" und eine "reaktionsfähige und überlebensfähige Schlagkraft" zu gewährleisten.
Moskau hatte erklärt, die russische Entwicklung moderner strategischer Waffen sei größtenteils eine Reaktion auf den Austritt der USA aus dem ABM-Vertrag (Anti-Ballistic Missile Treaty) von 1972 unter Präsident George W. Bush gewesen. Der Austritt Washingtons erforderte die Entwicklung eines nationalen Raketenabwehrsystems.
Mit dem geplanten Schutzschild wollten die USA laut ihrer Erklärung begrenzten Bedrohungen durch Länder wie Nordkorea oder den Iran entgegenwirken. Doch russische Regierungsvertreter warnen seit Langem, dass der US-Schutzschild die nukleare Abschreckung untergrabe. Denn dieser ermögliche einen potenziellen "Decapitation Strike" – einen Erstschlag, der die Führung des gegnerischen Landes ausschalten soll. Nach Ansicht Moskaus könnten amerikanische Raketenabwehrsysteme in einem solchen Szenario dazu genutzt werden, einen Vergeltungsschlag durch überlebende russische Raketen zu neutralisieren.
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat Fragen zur Raketenabwehrkapazität Washingtons aufgeworfen. Berichten zufolge, sollen die Bestände an Abfangraketen, die in Systemen wie THAAD und Patriot zum Einsatz kommen, erheblich geschrumpft sein. Der Wiederaufbau dieser Bestände könnte Jahre dauern.
Nach ersten Schätzungen der Trump-Regierung werden die Kosten für das "Golden Dome"-System in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich rund 175 Milliarden Dollar betragen. Das Pentagon rechnet bereits mit etwa 185 Milliarden Dollar, und laut anderer Analysten könnten die endgültigen Kosten für das US-Raketenabwehrsystem noch deutlich höher ausfallen.
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