
ESC in Wien: Massive Proteste gegen Teilnahme von Israel

Wenige Wochen vor dem Finale des Eurovision Song Contest am 16. Mai zeichnet sich in der österreichischen Hauptstadt eine politisch aufgeladene Begleitkulisse ab. Aktivistengruppen haben für den Finaltag eine Großdemonstration gegen die Teilnahme Israels angemeldet.
Hinter dem Aufruf stehen die Initiative "Palästina Solidarität Österreich" sowie mehrere verbündete Organisationen. Unter dem Slogan "Keine Bühne zur Legitimation des Völkermords – Freiheit für Palästina" mobilisieren sie zu einer Kundgebung, die als Gegenprotest zu der internationalen Musikveranstaltung verstanden wird.
Die Demonstration ist für bis zu 3.000 Teilnehmer registriert. Ob diese Zahl erreicht wird, hängt auch davon ab, ob es gelingt, Unterstützer aus dem Ausland zu mobilisieren.

Geplant ist der Auftakt um 14 Uhr am Christian-Broda-Platz im Bezirk Mariahilf. Von dort soll sich der Demonstrationszug über den Gürtel und die Hütteldorfer Straße in Richtung Vogelweidpark nahe der Wiener Stadthalle bewegen, wo eine Abschlusskundgebung vorgesehen ist. Unmittelbar rund um den Veranstaltungsort des Wettbewerbs bleiben Versammlungen untersagt.
Bereits im Vorfeld kommt es zu kleineren, dezentral organisierten Protesten. In den vergangenen Tagen fanden Kundgebungen vor regionalen Studios des ORF statt, unter anderem in Salzburg. Die bisherigen Aktionen verliefen ohne Zwischenfälle.
Für den Abend vor dem Finale ist zudem eine Gegenveranstaltung geplant. Unter dem Titel "Song Protest – No Stage for Genocide" wollen Aktivisten und Künstler am 15. Mai in der Venediger Au auftreten.
Erwartet werden rund 1.000 Teilnehmer. Zu den angekündigten Künstlern gehört auch der portugiesische Musiker Dinis Mota. Er hatte im Vorfeld erklärt, dass er unter den aktuellen Umständen nicht am Wettbewerb teilnehmen wolle.
Die Wiener Sicherheitsbehörden bereiten sich auf eine angespannte Lage während der ESC-Woche vor. Nach Angaben des Innenministeriums liegen bereits mehrere Versammlungsanzeigen vor. Weitere könnten kurzfristig eingereicht werden.
Polizeivizepräsident Dieter Csefan betonte, der Schutz der Veranstaltung und das Recht auf Versammlung seien gleichermaßen zu gewährleisten. Eingriffe würden, falls notwendig, verhältnismäßig und im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben erfolgen. Demonstrationen in unmittelbarer Nähe der Veranstaltungsorte sollen auf andere Bereiche der Stadt verlegt werden.
Der Eurovision Song Contest 2026 verzeichnet mit 35 Teilnehmerstaaten die niedrigste Beteiligung seit mehr als zwei Jahrzehnten. Spanien, Irland, die Niederlande, Slowenien und Island haben ihren Rückzug erklärt und begründen diesen Schritt mit der Teilnahme Israels im Kontext des Gaza-Kriegs.
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