Russland

Maxim Oreschkin zieht Bilanz des II. Offenen Dialogs im Nationalen Zentrum "Russland"

Am Abschlusstag des II. Offenen Dialogs in Moskau wurde die Bilanz dieses internationalen und interdisziplinären Massen-Brainstormings gezogen. Der Leiter, Maxim Oreschkin, erklärt stolz: Russische und internationale Unternehmen zeigen bereits Interesse an den Wettbewerbsteilnehmern und ihren Arbeiten.

Auf der Moskauer Expo-Plattform Nationales Zentrum "Russland" ist der II. Offene Dialog mit dem Titel "Zukunft der Welt. Neue Plattform für globales Wachstum" zu Ende gegangen. Maxim Oreschkin, Vize-Leiter der Präsidialverwaltung der Russischen Föderation, fasste die Ergebnisse der Veranstaltung zusammen und betonte, dass die Umsetzung von Ideen nun stärker in den Fokus gerückt sei. 

"Der Unterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Offenen Dialog besteht darin, dass wir der Umsetzung der vorgeschlagenen Ideen jetzt deutlich mehr Aufmerksamkeit widmen. Hierfür wurde eigens ein Mentoring-Format eingeführt.

Russische Unternehmen und internationale Konzerne beginnen aktiv, mit den Essay-Autoren zusammenzuarbeiten und sie in ihre Projekte einzubinden. Sie helfen, diese Ideen tatsächlich umzusetzen – aus der Perspektive von Wirtschaft, Gesellschaft und der gesamten Menschheit. Daher entwickelt sich das Format weiter und gewinnt an Stärke. Nächstes Jahr wird ein weiterer Schritt nach vorn erfolgen."

Zudem hob er den menschenzentrierten Ansatz hervor:

"Im Mittelpunkt muss stets der Mensch stehen: seine Entwicklung, die Entfaltung seines Potenzials sowie der Erhalt und die Verlängerung eines aktiven Lebens angesichts der demografischen Veränderungen, die wir aktuell beobachten. Ein aktives Leben gewinnt zunehmend an Bedeutung – nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für die Entwicklung unserer Gesellschaften und unserer Wirtschaft."

Lubinda Haabazoka gewann in der Kategorie "Investitionen in den Menschen". Er hatte vorgeschlagen, ein gemeinsames Bildungssystem im Rahmen der BRICS-Staaten zu entwickeln – mit Souveränität als einem wichtigen Beweggrund:

"Wie die Ereignisse der letzten Jahre gezeigt haben, ist das Bildungssystem in vielerlei Hinsicht ähnlich aufgebaut wie das globale Finanzsystem: Voller Zugang steht nur einzelnen Ländern offen und kann jederzeit eingeschränkt oder sogar vollständig blockiert werden – wie der Zugang zu SWIFT.

Ähnlich verhält es sich im Bildungsbereich. Beispielsweise verfassen wir in Afrika wissenschaftliche Arbeiten – damit diese jedoch in anerkannten Fachzeitschriften veröffentlicht werden, müssen wir uns oft an fremden Kriterien orientieren. Manchmal reichen wir zehntausende Arbeiten ein, von denen letztlich nur ein Bruchteil publiziert wird."

Die Ergebnisse des Forums werden auf dem Sankt Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum erörtert. Darüber hinaus werden die Essay-Autoren in die Vorbereitung des Russland-Afrika-Gipfels sowie in die Arbeit der BRICS-Plattform eingebunden.

Ein wesentliches Merkmal des Dialogs war zudem das Prinzip der Kontinuität: Als Experten traten Essay-Autoren aus den Vorjahren auf.

Der II. Offene Dialog wurde vom Nationalen Zentrum "Russland" gemeinsam mit dem TRIM-Zentrum für intersektorale Expertise "Drittes Rom" organisiert und fand mit Unterstützung der Präsidialverwaltung der Russischen Föderation statt.

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