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Waldbesuch geht ins Auge: Einwohner von Jakutien lässt in seinem Sehorgan Samenkern aufkeimen

Kinder haben oft Angst, dass ihnen im Bauch ein Baum wachsen könnte, wenn sie einen Obstkern verschlucken. Obwohl diese Furcht haltlos ist, können dennoch Pflanzensamen im menschlichen Körper Wurzeln schlagen. Dies belegt ein seltener medizinischer Fall aus Jakutien.
Waldbesuch geht ins Auge: Einwohner von Jakutien lässt in seinem Sehorgan Samenkern aufkeimenQuelle: Legion-media.ru © Andriy Popov

Auch Ophthalmologen müssen manchmal große Augen machen, wenn es um außergewöhnliche medizinische Fälle geht. Ein solcher hat sich neulich in der russischen Teilrepublik Jakutien ereignet. Ein Mann litt nach eigenen Angaben vier Monate lang an täglichen Kopfschmerzen, nachdem er sich in diesem Sommer bei einem Waldbesuch in der fernöstlichen Region zufällig am Auge verletzt hatte.

Die Ursache des Traumas war ein Baumzweig. Der 42-Jährige hörte seitdem nicht auf, einen Fremdkörper im Augenapfel zu spüren. Das Sehorgan entzündete sich merklich. Als der Mann versuchte, das störende Ding selbstständig zu entfernen, verspürte er einen akuten Schmerz und suchte ärztliche Hilfe auf.

In der ersten ophthalmologischen Klinik, die der Mann konsultierte, konnte man ihm nicht helfen: Während des ärztlichen Befunds wurde bei dem Patienten kein Fremdkörper entdeckt. Da aber die Entzündung im Auge und die täglichen Kopfschmerzen nicht nachließen, wandte sich der 42-Jährige ans Zentrum für Ophthalmologische Nothilfe in der Republikhauptstadt Jakutsk.

Die dortigen Ärzte hatten keine Tomaten auf den Augen und stellten die Ursache für das Unwohlsein des Patienten fest: In der Augenhöhle des Mannes befand sich ein Samenkern, der inzwischen aufgekeimt war. Nach Angaben des Chefarztes der ophthalmologischen Einrichtung, Iwan Luzkan, schaffte die Wurzel der Pflanze es beinahe in die Bindehaut. Der Patient bekam örtliche Betäubung verabreicht, und der Samenkern wurde mithilfe einer Injektionskanüle entfernt. Das Auge wurde gerettet. Gleich nach der OP ging es dem Mann viel besser.

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