Liveticker Ukraine-Krieg: Massive ukrainische Drohnenattacke auf St. Petersburg und Gebiet Leningrad

18.10.2026 10:37 Uhr
10:37 Uhr
Russland greift Logistikzentrum und Schiff in Ukraine an
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Sonntagmorgen über weitere Angriffe auf Ziele in der Ukraine, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte benutzt werden sollen. Wie die Militärbehörde in Moskau auf Telegram schreibt, seien bei den Attacken Langstreckendrohnen zum Einsatz gekommen. Infolge der Angriffe sei demnach ein Logistikzentrum des Unternehmens "Nowaja Potschta" in der Stadt Rowno getroffen worden. Der Gegner habe dort unter anderem Güter mit doppeltem Verwendungszweck wie etwa Teile und Komponenten für Mittel- und Langstreckendrohnen gelagert. Etwa 30 Kilometer östlich der Schwarzmeer-Hafenstadt Odessa sei ein Frachtschiff getroffen worden, das Militärgüter und Güter mit doppeltem Verwendungszweck befördert habe. Weitere Details gibt die russische Militärbehörde nicht bekannt.
10:03 Uhr
Luftalarm in Litauen und Lettland während Drohnenattacke auf Gebiet Leningrad – Todesopfer in Sankt Petersburg
Litauen hat die Einwohner in den zentralen und nördlichen Teilen des Landes aufgefordert, sich wegen eines unbekannten Flugobjekts für etwa eine Stunde in Schutzräume zu begeben. Wie das nationale Krisenmanagementzentrum mitteilte, wurden, während die Warnung in Kraft war, NATO-Kampfflugzeuge in das Gebiet beordert und der Flughafen Kaunas geschlossen. Der nördliche Nachbar Lettland gab im gleichen Zeitraum in einigen an Litauen angrenzenden Regionen ebenfalls eine Warnung heraus. Diese wurde später wieder aufgehoben.
Der Luftalarm ereignete sich vor dem Hintergrund einer Drohnenattacke auf das russische Gebiet Leningrad und die Stadt Sankt Petersburg. Nach Angaben der russischen Behörden war dies einer der massivsten Angriffe aus der Ukraine. Der Online-Händler Ozon und der IT-Riese VKontakte berichteten über Schäden an einem Lagerhaus und an einem Rechenzentrum.
Der Bürgermeister von Sankt Petersburg, Alexander Beglow, meldete einen Toten und fünf Verletzte. Ukrainische Drohnen oder herabfallende Wrackteile hätten dem Politiker zufolge zwölf Mehr- und zwei Einfamilienhäuser getroffen. Auf dem Gelände des Petersburger Ölterminals und des Öldepots Rutschji sei es zu Bränden gekommen. Auch etliche Lagerhäuser seien in Brand geraten.
Der Gouverneur des Gebiets Leningrad, Alexander Drosdenko, berichtete über vier Verletzte. Mindestens zwei Mehrfamilienhäuser und 55 Autos seien zu Schaden gekommen.
09:35 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 1.015 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Sonntagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Samstag bis 7 Uhr MESZ am Sonntag 1.015 gegnerische Drohnen abgefangen. Wie die Militärbehörde auf Telegram schreibt, seien die unbemannten Luftfahrzeuge über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wladimir, Kaluga, Kursk, Leningrad, Nowgorod, Orjol, Pskow, Rjasan, Smolensk, Twer und Tula, dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim und über dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
09:01 Uhr
Republikaner kritisieren Trump wegen Aussetzung von Russlandsanktionen
Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Zölle und Restriktionen gegen Russland auszusetzen, ist auch in der eigenen Partei auf Unverständnis gestoßen.
Der republikanische Senator Thom Tillis bezeichnete den Beschluss als "völlig unverantwortlich" und erklärte:"Wenn der Präsident die Energiepreise wirklich senken will, kann er das tun, indem er die Iran-Frage löst – nicht, indem er Wladimir Putin Gefallen erweist."
Auch der republikanische Senator Ted Cruz sagte, das Vorgehen von Trump sei ein Fehler.
Der republikanische Abgeordnete Michael McCaul forderte den Präsidenten auf, die Entscheidung rückgängig zu machen. Don Bacon, republikanischer Abgeordneter aus dem Repräsentantenhaus, kritisierte auf der Plattform X, dass Trump den Ukraine-Krieg verlängere, statt ihn zu beenden.
Der US-Präsident hatte vor knapp einem Monat ein Sanktionspaket gegen Russland unterzeichnet, das den Namen des im Juli gestorbenen Senators und Trump-Vertrauten Lindsey Graham trägt. Graham hatte das Gesetz maßgeblich vorangetrieben. Das Ziel des Gesetzes war es, Russland im Ukraine-Krieg mit neuen weitreichenden Strafmaßnahmen stärker unter Druck zu setzen. Trump setzte die bereits beschlossenen Sanktionen am Freitag – zwei Tage vor dem geplanten Inkrafttreten – per Dekret aus. Sein Vorgehen begründete er mit dem "nationalen Interesse der Vereinigten Staaten".
US-Außenminister Marco Rubio verteidigte Trumps Vorgehen und sprach von einer 60-tägigen Pause. Es gehe darum, die Auswirkungen der Strafmaßnahmen auf die Weltwirtschaft zu "analysieren", sagte Rubio am Samstag.
08:38 Uhr
DVR meldet 13 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 13 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 15 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 17. Oktober bis 0 Uhr am 18. Oktober (Ortszeit) wurden keine Opfer unter der Zivilbevölkerung gemeldet. Durch den Beschuss wurden drei Wohnhäuser, zwei zivile Infrastrukturobjekte, ein Lkw und mehrere Autos beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk fünf Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden ebenfalls keine Opfer unter der Zivilbevölkerung registriert. Zu Schaden kamen ein ziviles Infrastrukturobjekt und ein Lkw.
08:04 Uhr
Rumänische Kampfjets schießen Drohnen über Schwarzem Meer ab
Zwei rumänische F-16-Kampfjets haben am frühen Samstagabend zwei Luftziele abgeschossen, die in den rumänischen Luftraum eingedrungen sein sollen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Bukarest ereignete sich der Vorfall gegen 18 Uhr (Ortszeit) über dem Schwarzen Meer etwa 20 Kilometer östlich und südöstlich der Hafenstadt Sulina. Zur Herkunft der unbemannten Luftfahrzeuge wollte sich die rumänische Militärbehörde nicht explizit äußern, indem sie lediglich bekannt gab:
"Die neutralisierten Ziele waren Kampfdrohnen der Geran-Familie mit Strahlantrieb."
Die Abschüsse erfolgten, nachdem es in den vergangenen drei Monaten sowohl vor der rumänischen als auch der bulgarischen Schwarzmeerküste Drohnenangriffe auf Handelsschiffe gegeben hatte. Sechs der Angriffe hatten sich gegen Schiffe in rumänischen, vier gegen Schiffe in bulgarischen Hoheitsgewässern gerichtet. Dabei kamen 13 Seeleute ums Leben, während 19 weiter als vermisst gelten.
Informație de presă – UPDATE Sâmbătă, 17 octombrie, sistemul de supraveghere radar al Ministerului Apărării Naționale a detectat un grup de ținte aeriene care evoluau la aproximativ 120 de kilometri est de Insula Șerpilor, pe direcția sud-vest. Două aeronave F-16 ale Forțelor Aeriene Române, de la Baza 86 Aeriană Borcea, aflate în serviciul de luptă Poliție Aeriană, au decolat la ora 17.43 și au doborât două ținte aeriene deasupra apelor teritoriale ale României, în spațiul aerian național. Țintele neutralizate erau drone de atac din familia Geran, cu propulsie cu reacție. Prima a fost doborâtă la ora 18.01, la sud-est de Sulina, după ce a evoluat timp de două minute în spațiul aerian național, iar cea de-a doua, la ora 18.05, la est de Sulina, după o evoluție de cinci minute în spatiul aerian national. https://t.co/4aUCZCPpIv
— MApN (@MApNRomania) October 17, 202607:30 Uhr
Massive ukrainische Drohnenattacke auf Sankt Petersburg und Gebiet Leningrad
Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Nacht das russische Gebiet Leningrad und die Stadt Sankt Petersburg mit Dutzenden von Drohnen angegriffen. Der Gouverneur der Region, Alexander Drosdenko, meldet auf der Plattform Telegram den Abschuss von mindestens 135 unbemannten Flugzeugen des Gegners. Dabei berichtet der Politiker über zahlreiche Schäden durch herabfallende Wrackteile. Da etliche Stromleitungen beschädigt worden seien, könne es in der Region zu Stromausfällen kommen. Nach dem Ausfall von zwei Umspannwerken in der Ortschaft Janino seien 50 Mehrfamilienhäuser mit etwa 20.000 Bewohnern ohne Strom. In der Ortschaft Nowosselje seien 55 parkende Autos in Mitleidenschaft gezogen worden. In der Ortschaft Gatschina sei ein Mehrfamilienhaus zu Schaden gekommen. Drosdenko meldet vier Verletzte in der Ortschaft Wsewoloschsk. Es handele sich um eine Frau und drei Kinder, die eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten hätten, als herabfallende Drohnenteile einen Brand in ihrem Wohnhaus verursacht hätten.
Der Bürgermeister von Sankt Petersburg, Alexander Beglow, berichtet über mehrere Brände infolge der ukrainischen Attacke. Betroffen sei auch der Petersburger Öl-Terminal. Der Betrieb des Flughafens Pulkowo sei eingeschränkt worden.
Der russische IT-Riese VKontakte bestätigt eine ukrainische Drohnenattacke auf sein Rechenzentrum im Gebiet Leningrad. Sämtliche Services seien für die Nutzer trotzdem weiterhin zugänglich, heißt es in einer Pressemitteilung.
17.10.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:59 Uhr
Flugabwehr zerstört weiterhin ukrainische Drohnen über Russland
Einheiten der Flugabwehr haben im Laufe des Tages 30 unbemannte Flugzeuge der Ukraine abgefangen und zerstört. Laut dem Verteidigungsministerium wurden die Drohnen zwischen 8 und 20 Uhr (Moskauer Zeit) über sechs Gebieten Russlands und dem Schwarzen Meer vom Himmel geholt.
20:54 Uhr
Nach dem Angriff: Werk einer deutschen Firma in Luzk stellt Betrieb ein
Die Niederlassung des deutschen Unternehmens Kromberg & Schubert im ukrainischen Luzk hat nach einem Angriff den Betrieb eingestellt. In einer Mitteilung auf Facebook teilt die Firma mit, man bewerte derzeit die Lage und stimme das weitere Vorgehen ab. Informationen zur Wiederaufnahme des Betriebs sollen über interne Kommunikationskanäle erfolgen, "sobald dies möglich ist".
Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium einen Angriff auf das Werk von Kromberg & Schubert in Luzk bekannt gegeben. Das Unternehmen soll Reparaturarbeiten an Kraftfahrzeugen im Interesse ukrainischer Truppen durchgeführt haben.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.