Europa

Tote Soldaten zum Ausschlachten ‒ Illegaler Organhandel in der Ukraine

In der Ukraine wird Organhandel betrieben. Dafür mehren sich die Belege. Schwer verwundeten und toten ukrainischen Soldaten sollen Organe entnommen worden sein. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums fordert Aufklärung. Transplantiert werden die Organe auch in Deutschland.
Tote Soldaten zum Ausschlachten ‒ Illegaler Organhandel in der UkraineQuelle: www.globallookpress.com © АГН Москва

Fakt ist, die Transplantation von Organen rettet Leben. Fakt ist auch, es gibt einen Mangel an Spendern. Dieser Mangel schafft die Grundlage für einen großen Schwarzmarkt, denn der Handel mit menschlichen Organen ist ein gutes Geschäft. 

Dort, wo Armut und Korruption herrschen, Staaten scheitern und die Wirren eines militärischen Konfliktes Recht und Ordnung zurückdrängen, blüht oftmals der illegale Organhandel. 

Das war beispielsweise im Kosovo der Fall. Dort entwickelte sich im Zusammenhang mit dem völkerrechtswidrigen Überfall der NATO auf Jugoslawien und der damit einhergehenden Zerschlagung des Landes ein florierender Organhandel. Es existierte sowohl Menschenhandel zum Zwecke der Organentnahme als auch die Entführung von Individuen, denen dann Organe illegal entnommen wurden.

Bei den Opfern handelte es sich überwiegend um Serben, bei den Akteuren um Mitglieder der ultranationalistischen UÇK ‒ einer paramilitärischen albanischen Organisation, deren Aktivitäten zahlreiche Überschneidungen mit organisierter Kriminalität aufwies.

Es ist daher kein Wunder, dass sich auch in Bezug auf die Ukraine die Berichte über Organhandel häufen. In der Ukraine herrschen ideale Bedingungen für das Entstehen eines Schwarzmarktes für den Handel mit menschlichen Herzen, Nieren, Lebern und allem weiteren, was nach Stand der aktuellen Medizin transplantationsfähig ist.

Die Berichte über illegale Organentnahmen in der Ukraine gibt es seit 2014. Sie setzten mit Beginn des Bürgerkrieges ein. Mit der Intensivierung der Kampfhandlungen und der damit verbundenen steigenden Anzahl von schwer Verwundeten und Toten stieg offenbar auch die Zahl des Organraubs. 

In diesem Kontext taucht immer wieder der Name Elisabeth Debru auf. Wie die russische Zeitung Argumenty i Fakty schreibt, handelt es sich vermutlich um eine entweder britische oder eine niederländische Staatsbürgerin. Als gesichert gilt jedoch, dass sie Spezialistin für Transplantationen ist.

Der Name fiel zum ersten Mal im Jahr 2014 im Zusammenhang mit der Aussage eines Mitarbeiters des ukrainischen Geheimdienstes SBU. Er berichtete von Organentnahmen bei ukrainischen Soldaten, die bei Kämpfen an der Kontaktlinie schwer verwundet oder getötet worden waren. Die Soldaten sollten in ein Krankenhaus verbracht werden, verschwanden dann aber. Er äußerte den Verdacht, dass ihnen Organe entnommen wurden. Die Anschuldigungen wurden jedoch von der Ukraine nicht weiter verfolgt. 

Nun tauchte der Name Debru erneut auf, und zwar in Verbindung mit den schweren Kämpfen in Artjomowsk. Die ukrainische Armee erlitt dort hohe Verluste. Wie der Polizeioberst der Lugansker Volksrepublik, Witali Kiseljow, Journalisten mitteilte, wurde dort eine Gruppe von Transplantologen gesehen, die bereits aus den Jahren 2014 und 2015 bekannt waren, darunter auch Debru. Sie sollen dort die Organe schwer verwundeter und toter Soldaten entnommen und ins Ausland verbracht haben. Deutschland wird explizit genannt. Die Leichen werden anschließend verbrannt, die Angehörigen über den Tod benachrichtigt. 

Anschuldigungen im Hinblick auf Organhandel werden auch gegen das Rote Kreuz und die Organisation Ärzte ohne Grenzen erhoben. Das Rote Kreuz wird beschuldigt, während der Besatzung Mariupols durch die Ukraine aktiv in den Handel mit Organen involviert gewesen zu sein. Die Organisation habe zu diesem Zweck Daten von gesunden Kindern gesammelt. Entsprechende Dokumente wurden nach dem Rückzug des ukrainischen Militärs in den Räumen des Roten Kreuzes gefunden.  

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums fordert in diesem Zusammenhang Aufklärung. Es sei notwendig, den illegalen Organhandel zu stoppen, sagte sie in ihrem Briefing vom 24. Mai 2023. Sie forderte eine internationale Überprüfung der Vorwürfe und ein sofortiges Einschreiten. 

Der illegale Organhandel 

"ist ein echtes Geschäft in Gebieten bewaffneter Konflikte, das für diejenigen, die damit beschäftigt sind, äußerst profitabel ist”, sagte Sacharowa. 

Der Organhandel im Kosovo gilt als weitgehend aufgeklärt. Beteiligt waren hochrangige Politiker und eine Klinik, die unter der Schirmherrschaft der UNO stand. Konkrete strafrechtliche Folgen für die Beteiligten hatte die Aufklärung nicht. 

Im Fall des Kosovos gingen die Organe nach Deutschland, Israel und Polen. Auch im aktuellen Fall deutet sich an, dass Deutschland erneut eine zentrale Rolle im Organhandel spielt. Nach bisher unbestätigten Berichten werden die Organe in Deutschland ihren Empfängern eingepflanzt.

Mehr zum Thema – Wie im Kosovo – Auch im Fall der Ukraine wird die schmutzige Wahrheit unter den Teppich gekehrt

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